POLITIK
24/01/2017 08:44 CET | Aktualisiert 24/01/2017 13:04 CET

"So ist Schwarz-Grün keine Option": CSU-Politikerin Bär wirft Grünen "staatsfeindliche Tendenzen" vor

"So ist Schwarz-Grün keine Option": CSU-Politikerin Bär wirft Grünen "staatsfeindliche Tendenzen" vor
dpa
"So ist Schwarz-Grün keine Option": CSU-Politikerin Bär wirft Grünen "staatsfeindliche Tendenzen" vor

  • CSU-Politikerin Dorothee Bär sieht Schwarz-Grün nicht als Option für die Bundestagswahl

  • Ein Großteil der Grünen zeige "staatsfeindliche Tendenzen"

  • Vorausgegangen war ein Streit mit Jürgen Trittin, der der CSU Nähe zu Rechtsextremen vorwarf

Eigentlich sollte es um Donald Trump gehen. Und um einen Rechtsruck, der dem Amtsantritt des 45. US-Präsidenten folgen könnte. Doch in der "Bild“-Livesendung "Die richtigen Fragen" am Montagmorgen rückte vor allem ein Streit zwischen dem Grünen Jürgen Trittin und der CSU-Politikerin Dorothee Bär in den Mittelpunkt.

Trittin warf der Parlamentarischen Staatssekretärin vor, die CSU laufe den Positionen rechtspopulistischer Parteien hinterher. "Bei den Europawahlen hat die CSU wortgleich Positionen von AfD und NPD übernommen", ätzte Trittin.

"Nichts besseres zu tun, als die Polizei zu beleidigen"

Bär reagierte mit Unverständnis.

Der Huffington Post sagte die CSU-Politikerin: "Wir können es nicht stehen lassen, wenn Leute wie Jürgen Trittin die CSU in die rechtsextreme Ecke rücken." Sie warf den Grünen vor, sie stünden nicht "hinter dem Rechtsstaat“. Ein Großteil der Partei weise "staatsfeindliche Tendenzen“ auf.

Die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium sagte weiter: "Das hat man an den Aussagen Simone Peters gesehen, aber auch schon vor einer Weile bei Renate Künast. Die hatte nichts Besseres zu tun, als die Polizei zu beleidigen, nachdem die Beamten einen Attentäter überwältigt hatten. Da sieht man, dass die Grünen weit, weit in die linke Ecke abdriften."

Bär: "Schwarz-Grün ist keine Option"

Die CSU-Politikerin nahm damit Bezug auf den islamistischen Anschlag in einem Regionalzug bei Würzburg im Juli vergangenen Jahres. Nachdem die Polizei den Täter erschossen hatte, äußerte Künast damals bei Twitter Kritik am Verhalten der Polizei.

Bär stellt klar: "Mit dieser Einstellung, diesem Weltbild und dieser Vorstellung von der Zukunft des Landes ist Schwarz-Grün keine Option."

Im Gespräch mit der Huffington Post sagte sie über die Diskussion mit Trittin: "Herrn Trittin geht es aber nicht darum, etwas gegen diese radikale Positionen zu tun. Er wollte die Bühne für einen billigen Angriff gegen die CSU nutzen."

Der Angriff Trittins - der bei Twitter mit einer Gegenüberstellung von Wahlplakaten der Parteien CSU, AfD und NPD nachlegte - sei eine Panikreaktion. Bär sagte: "Die Partei hat Panik, nach der Bundestagswahl nicht an der Regierung teilzunehmen."

Zu ideologischen Übereinstimmungen mit Grünen-Politikern, die in der Vergangenheit konservativere Töne eingeschlagen hatten, äußerte sich Bär verhalten. Es nutze nichts, wenn die Grünen "ein bis zwei Feigenblätter" hätten.

Klar gebe es einige Politiker bei den Grünen, die der CSU politisch näherstünden. "Aber die haben bei den Grünen nichts zu sagen."

(ben)