POLITIK
23/01/2017 11:16 CET | Aktualisiert 23/01/2017 11:16 CET

Das FBI ermittelt gegen Trumps Nationalen Sicherheitsberater

Das FBI ermittelt gegen Trumps Nationalen Sicherheitsberater
Lucas Jackson / Reuters
Das FBI ermittelt gegen Trumps Nationalen Sicherheitsberater

  • Mehrere US-Geheimdienste haben gegen Trumps Sicherheitsberater Michael Flynn ermittelt

  • Es soll um seine Kontakte nach Moskau gehen

Der Nationale Sicherheitsberater in den USA soll als Teil des Security Council die nationale Sicherheit des Landes garantieren und den Austausch von Informationen zwischen den Behörden ermöglichen.

Jetzt wurde bekannt: Donald Trumps Nationaler Sicherheitsberater, Michael Flynn, ist in der Vergangenheit selbst Ziel von Ermittlungen verschiedener US-Geheimdienste geworden.

Das "Wall Street Journal“ berichtet unter Berufung auf informierte Kreise, FBI, CIA, die National Security Agency und das Finanzministerium hätten Gespräche von Flynn abgehört. Ob die Untersuchungen mittlerweile beendet sind, ist nicht bekannt.

Dabei soll es um Verbindungen Flynns nach Russland gehen. Besonders im Fokus der Ermittler: seine Gespräche mit dem russischen Botschafter in den USA, Sergey Kislyak, am 29. Dezember.

Zweifelhafte Kontakte nach Moskau

An diesem Tag hatte die Obama-Regierung neue Sanktionen gegen Moskau bekanntgegeben. Die US-Regierung warf dem Kreml vor, die US-Wahl mit gezielten Cyber-Attacken manipuliert haben zu wollen.

Flynn wird bereits länger ein zweifelhaftes Verhältnis nach Moskau nachgesagt. Der ehemalige General gilt als gern gesehener Gast in Russland, tritt – ähnlich wie Trump – für ein besseres Verhältnis zu Putin ein.

Im Dezember sorgte ein Auftritt Flynns auf einer Konferenz des russischen Staatssenders Russia Today für Diskussionen. Sein Tischnachbar war niemand geringerer als Wladimir Putin.

Ob den Ermittlern belastendes Material gegen Flynn vorliegt, ist nicht bekannt. Denkbar ist, dass er seine Position im Übergangsteam von Trump missbraucht und brisante Informationen an Russland weitergegeben hat.

Trumps Wahlkampfteam wies gegenüber dem "Wall Street Journal“ zurück, von Ermittlungen zu wissen. Bei Flynns Gesprächen sei es nur um einen Termin zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Putin gegangen.

(ks)