WIRTSCHAFT
20/01/2017 01:38 CET | Aktualisiert 20/01/2017 01:39 CET

Neue Zahlen: So werden Beamte im Ruhestand gegenüber Rentnern bevorzugt

Neue Zahlen: So werden Beamte im Ruhestand gegenüber Rentnern bevorzugt
cbies via Getty Images
Neue Zahlen: So werden Beamte im Ruhestand gegenüber Rentnern bevorzugt

  • Das Rentenniveau ist deutlich niedriger als das Versorgungsniveau von Bundesbeamten

  • Der Unterschied ist nach einem neuen Bericht in den letzten Jahren weiter gewachsen

Es sind Zahlen, die ein neues Licht auf das Phänomen Altersarmut werfen. Bundesbeamte haben nach der Pensionierung ein 20 Prozentpunkte höheres Versorgungsniveau als Rentner. Das berichtet die "Bild" unter Berufung auf den neuen Versorgungsbericht der Bundesregierung.

Pensionäre erhalten so im Schnitt 68,1 Prozent des letzten Gehaltes, demgegenüber betrug das Rentenniveau im vergangenen Jahr nur 48 Prozent und soll nach den Plänen der Bundesregierung noch weiter sinken.

Bundesbeamte erhielten dem "Bild“-Bericht zufolge im Schnitt 2940 Euro Pension. Bei Spitzenbeamten im höheren Dienst lag die Durchschnittspension sogar bei 4370 Euro.

Die Altersrente nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherung für Männer liegt derzeit dagegen nur bei durchschnittlich 1079 Euro im Westen und 1181 im Osten. Frauen erhalten im Schnitt 602 Euro im Westen und 895 Euro im Osten.

Nur jeder hundertste Pensionär bekommt unter 1000 Euro

Mit so wenig Geld muss im Ruhestand nur ein sehr kleiner Teil der Beamten auskommen. Nur 1,2 Prozent der Bundesbeamten erhalten demnach weniger als 1000 Euro Pension.

Zum Vergleich: 41,7 Prozent der Männer-Renten und 82,2 Prozent der Frauen-Renten liegen unter diesem Wert. Umgekehrt erhalten 91,5 Prozent der Beamten aber nur 7,1 Prozent der Rentner und 0,4 Prozent der Rentnerinnen mehr als 1800 Euro im Monat.

Laut Versorgungsbericht sind die Renten von 2000 bis 2016 um 22,6 Prozent gestiegen, die Pensionen aber um 26,4 Prozent.