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20/01/2017 16:53 CET | Aktualisiert 20/01/2017 18:44 CET

Bilder aus der Luft zeigen: Bei Trumps Vereidigung waren weniger Menschen als bei Obama

  • Fotos nach zu urteilen waren bei Trumps Vereidigung wesentlich weniger Menschen anwesend als bei Barack Obamas Amtsschwur

  • Im Vergleich zu anderen Präsidenten schlägt sich Trump allerdings nicht schlecht

Waren bei Donald Trumps Vereidigung in Washington mehr oder weniger Menschen als bei Baracks Obamas Antritt anwesend? Die Frage hat nach der Amtseinführung viele umgetrieben.

Die Antwort: Auf der National Mall, der Nationalpromenade, wo die Vereidigung stattfand, hatte sich nur wenige Fans eingefunden.

Schätzungen über die Anzahl der Zuschauer müssen erst noch veröffentlicht werden, aber der Sicherheitsdienst war von 800.000 bis 900.000 Menschen ausgegangen.

Fotos kurz vor der Vereidigung zeigten große leere Flächen. Außerdem stand kaum jemand nahe des Washington Monuments.

Die Nachrichtenagentur Reuters zeigte eine Aufnahme, während die Zeremonie in Gang war.

donald trump

Quelle: Lucas Jackson / Reuters

So sah das damals bei Obama aus

Im Vergleich zur Menschenmenge von Präsident Barack Obamas erster Vereidigung 2009 verblasst der Eindruck. Damals kamen geschätzt 1,8 Millionen Menschen.

Allerdings war Obamas erste Vereidigung eine Ausnahme. Sie hatte einen historischen Charakter, das Land feierte die erste Wahl eines Schwarzen zum Präsidenten.

So sah die Menge damals aus:

donald trump obama

Quelle: Jewel Samad Via Getty Images

Auch die Auslastung der Metro in Washington lässt sich als Vergleich heranziehen. Am Freitag bei Trump lag sie etwa in der Höhe von der Auslastung bei George W. Bush zweiter Vereidigung. Obamas beide Vereidigungen übertreffen die Zahlen aber.

Mehr zum Thema: Alle Entwicklungen zu Trumps Vereidigung im News-Blog

Bei Bush und Clinton war die Zahl wohl ähnlich wie bei Trump

Die meisten Vereidigungen der letzten Jahrzehnte weisen eine ähnlich große Menschenmenge auf wie bei Trump. Bei Bushs erster Vereidigung waren 300.000 Menschen da, bei seiner zweiten, so schätzt man, waren es 400.000.

Bei Bill Clinton waren es 800.000 bei seinem ersten Amtsschwur 1993 und 250.000 bei seinem zweiten.

Demokratische Präsidenten haben einen Vorteil in Washington und seiner Vororte – die Menschen dort wählen größtenteils Kandidaten der Demokraten.

Hinzu kommt, dass einige Menschen Trump nicht zusehen konnten – weil der Weg von Demonstranten blockiert war. Ein Nutzer schreibt auf Twitter etwa: "Eine riesige Anzahl von Menschen, hauptsächlich Trump-Anhänger, stecken immer noch fest, während Trump die Bühne betritt."

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Huffington Post USA und wurde von Leonhard Landes ins Deutsche übersetzt.

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