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20/01/2017 10:41 CET

Notruf per Whatsapp: Feuerwehr beobachtet gefährlichen Trend

Die Feuerwehr in Gelsenkirchen beobachtet, dass immer mehr Menschen die sozialen Medien für einen Notruf nutzen
Florian Gaertner via Getty Images
Die Feuerwehr in Gelsenkirchen beobachtet, dass immer mehr Menschen die sozialen Medien für einen Notruf nutzen

  • Laut der Feuerwehr Gelsenkirchen nutzen immer mehr Menschen die sozialen Medien für einen Notruf - statt der Notrufnummer 112

  • Ein aktueller Fall zeigt, welche Gefahr das birgt

Die Feuerwehr im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen beobachtet einen gefährlichen Trend: Immer mehr Menschen würden die sozialen Medien nutzen, um mit der Feuerwehr Kontakt aufzunehmen – statt den traditionellen Notruf zu wählen.

In der Regionalzeitung "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) sagte der Gelsenkirchener Feuerwehr-Sprecher Simon Heußen daher: "Notrufe bitte immer und ausschließlich über Telefon-Notruf 112!"

Notruf per Whatsapp

Hintergrund für diesen Appell ist ein Vorfall vom Freitagmorgen, über den die "WAZ" berichtet. In der Lokalredaktion von Radio Emscher-Lippe sei die Meldung eingegangen, dass an einer Straße in Gelsenkirchen auf Höhe der Aral-Tankstelle ein brennendes Auto stehe. Die Redaktion habe das an die örtliche Feuerwehr weitergegeben.

Die ausgerückten Einsatzkräfte hätten jedoch feststellen müssen, dass an der genannten Adresse kein brennendes Auto stand – das hätte sich in einer anderen Straße mit dem gleichen Namen im Nachbarort Gladbeck befunden. Dorthin sei die örtliche Feuerwehr aus Gladbeck bereits unterwegs.

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"Das hätten wir durch gezieltes Nachfragen auch schon eher herausgefunden, wenn der Notruf über die 112 gemeldet worden wäre", sagte Heußen der "WAZ".

Heußen berichtet, dass generell Anfragen der Menschen immer häufiger über Facebook und Twitter kämen. Solche Meldungen würden die richtige Stelle aber erst "mit großen Zeitverzug" erreichen, warnt er.

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(sk)