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20/01/2017 08:10 CET | Aktualisiert 20/01/2017 20:13 CET

Trumps Vereidigung: 95 Festnahmen in Washington - Anti-Trump-Proteste gehen weiter

95 Festnahmen bei Protesten in Washington
dpa/AP
95 Festnahmen bei Protesten in Washington

  • Donald Trump ist nun offiziell der 45. Präsident der USA

  • Politiker und Beobachter waren von der Rede Trumps enttäuscht bis entsetzt

  • Die Proteste gegen den neuen Präsidenten gehen weiter, die Polizei berichtete von 95 Festnahmen

  • Die wichtigsten Details der Amtsübergabe könnt ihr hier nachlesen

Die Welt blickt auf Washington: Donald Trump ist seit Freitag der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Hunderttausende werden an den Feierlichkeiten zu seiner Vereidigung teilnehmen, Tausende dagegen protestieren.

Erste Zusammenstöße gab es bereits: In Washington waren Hunderte Gegner und Anhänger von Trump aufeinander gestoßen - die Polizei musste sogar Tränengas einsetzen. 95 Festnahmen seien bisher erfolgt, teilte ein Polizei-Sprecher mit.

Die neuesten Entwicklungen zur Trump-Vereidigung findet ihr im HuffPost-Live-Blog:

22:02 Uhr: Friedlicher und bunter Protest

Auch wenn es an manchen Stellen zu Ausschreitungen kommt und die Polizei 95 Personen, unter anderem wegen Vandalismus, festnehmen musste: Größtenteils laufe der Protest friedlich ab, sagte ein Polizei-Sprecher CNN. "Im Großen und Ganzen sind das kleine Störungen in einem kleinen Teil der Stadt."

Der teilweise bunte und kreative Protest richtet sich nicht nur gegen Trump, sondern auch gegen den neuen Justizminister Jeff Sessions. Er gilt Aktivisten als Hardliner, insbesondere bei der Liberalisierung weicher Drogen.

21:58 Uhr: Trump führt Standing Ovations für Hillary Clinton an

Beim Bankett führte Trump Standing Ovations für Hillary Clinton und ihren Ehemann Bill an. Trump sagte: "Ich habe viel Respekt für diese beiden Menschen."

Während des Wahlkampfes hatte Trump sie noch als "unehrliche Hillary" beschimpft.

21:30 Uhr: Trump macht sich auf den Weg zur Parade

Donald Trump hat soeben in der Präsidenten-Limousine Platz genommen und macht sich auf den Weg zur Parade. Auch seine Tochter Ivanka ist mit Ehemann Jared Kushner und ihren Kindern dahin unterwegs.

20:46 Uhr: 95 Festnahmen bei Protesten in Washington

Nach Anti-Trump-Protesten in Washington sind dutzende Demonstranten festgenommen worden. 95 Personen seien von der Polizei abgeführt worden, erklärte ein Polizei-Sprecher am Freitag. Als Gründe nannte er Vandalismus und Sachbeschädigung.

Vermummte Demonstranten hatten sich in der Stadt eine Jagd mit der Polizei geliefert und Scheiben eingeworfen. Rund 400 bis 500 Personen sollen Gegenstände auf Beamten geworfen haben.

Die Proteste fanden an mehreren Straßenblocks der Parade zu Trumps Amtseinführung statt. Die Demonstranten hatten auch Menschenketten gebildet, um Anhängern Trumps den Zugang zur Parade zu erschweren.

Die Proteste ebben nicht ab. Die Polizei setzt Rauchbomben und Pfefferspray ein. Die Parade beginnt in wenigen Minuten.

donald trump

Quelle: dpa/AP

20:30 Uhr: Trumps Energiepolitik macht Sorgen

Auf der Website des Weißen Hauses kann seit Freitag die Seite zum Klimawandel nicht mehr aufgerufen werden. Stattdessen ist Trumps Energieplan für seine Politik online. Ein erster Blick darauf macht Sorgen.

20:20 Uhr: Trumps erster offizieller Präsidenten-Tweet ist da

Er ist da: Trump hat seinen ersten Tweet über den offiziellen Twitter-Account des amerikanischen Präsidenten versendet. Er hatte den Account heute von Barack Obama übernommen. Im Tweet verlinkt er auf seine Facebook-Seite, wo man seine Rede lesen kann:

19:43 Uhr: Norbert Röttgen ist von Trumps Rede enttäuscht

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen reagiert mit Enttäuschung auf die Antrittsrede des neuen US-Präsidenten Donald Trump. "Dieses war eine Rede, die das Land weiter und tiefer spalten wird", meint der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages in der "Rheinischen Post".

Es sei die "Ankündigung der Trump-Restauration" gewesen, eine Verurteilung der bisherigen Politik und des Establishments, das sich selbst bedient und das Volk betrogen habe. Die Botschaft der Rede: Amerika wird sich aus der internationalen Verantwortung zurückziehen und den Egoismus zum Prinzip der Außenpolitik erheben.

19:28 Uhr: Papst Franziskus sendet subtile Warnung an Donald Trump

Papst Franziskus zeigte sich in der Vergangenheit nicht als Fan von Donald Trump. Nach seiner Vereidigung hat er dem neuen Präsidenten der USA nun einen Brief geschrieben. Darin wünscht er Trump viel Erfolg und Segen für seine Entscheidungen.

Ein Satz enthält aber auch Kritik an der Politik des Präsidenten: "Unter Ihrer Führung soll Amerikas Größe weiterhin vor allem daran gemessen werden, wie sehr es sich um die Armen, die Ausgestoßenen und jene in Not, die wie Lazarus vor unseren Türen stehen, kümmert."

Gemeint waren mit jenen vor den Türen Flüchtlinge. Trump will immer noch eine Mauer zwischen den USA und Mexiko bauen, um illegale Einwanderung zu begrenzen. Außerdem hatte er im Wahlkampf ein Einreiseverbot für Muslime angekündigt. Alles Dinge, die für Franziskus nicht zu "Amerikas Größe" beitragen werden.

19:07 Uhr: "Eine schreckliche Botschaft an die Amerikaner und ihre Verbündeten"

Einige sind mit der Botschaft von Trumps Rede nicht einverstanden. Suzanne DiMaggio vom US-amerikanischen Think-Tank New America schreibt auf Twitter: "Trump klingt, als wäre er noch ein Kandidat für die Präsidentschaft. Pure Panikmache. Eine schreckliche Botschaft an die Amerikaner und ihre Verbündeten."

Aaron Connelly vom Think-Tank Lowy Institute sieht es ähnlich: "Diese Rede wird Amerikas Verbündete zutiefst verunsichern und Amerikas Ruf in der Welt einen großen Schaden beifügen."

Bill Kristol vom US-amerikanischen Wochenmagazin "Weekly Standard" schrieb auf Tweeter: "Ich werde hier altmodisch ohne Scham sagen: Es ist zutiefst deprimierend und vulgär einen amerikanischen Präsidenten zu hören, der "Amerika zuerst" verkündet."

19:00 Uhr: Wilde Proteste und Chaos in Washington

Vor der Vereidigung gab es Berichte, dass die Polizei gegen Demonstranten Tränengas eingesetzt habe und Protestierende Scheiben beschädigt hätten. Ein Video zeigt, wie Menschen vor einer McDonalds-Filiale vor der Polizei wegrennen:

Ein weiterer Tweet zeigt beschädigte Scheiben der Bank of America:

Auch am Tag nach der Vereidigung sollen die Demonstrationen weitergehen. Nach letzten offiziellen Schätzungen werden zwischen 200.000 und 500.000 Menschen in Washington erwartet, berichtet die Deutsche Presseagentur. Es dürfte eine der größten Demonstrationen werden, die die USA seit langem gesehen haben. Washington ist extrem gesichert, Zehntausende Polizisten und Sicherheitskräfte sind im Einsatz.

18:53 Uhr: Trump twittert schon wieder

Gerade ist er als neue Präsident vereidigt worden, da zückt Trump schon wieder das Smartphone und twittert Zitate aus seiner Antrittsrede.

"Heute übergeben wir nicht nur die Macht von einer Regierung an die nächste, oder von einer Partei an die nächste - sondern wir übergeben..."

"... Macht von Washington und geben sie euch zurück, den Menschen Amerikas."

"Was wirklich wichtig ist, ist nicht, welche Partei unsere Regierung kontrolliert, sondern ob unsere Regierung von den Menschen kontrolliert ist."

18:49 Uhr: Der Wahlkampf ging in der Antrittsrede weiter

Der Huffington Post USA sagte Senator John McCain, er wisse nicht, ob ihm die Rede von Trump gefallen habe oder nicht. Aber sie sei eine Weiterführung seiner Wahlkampagne gewesen:

18:40 Uhr: Die Partei heißt Flüchtlinge aus den USA willkommen

Jetzt, wo Donald Trump vereidigt und offiziell Präsident ist, werden seine Gegner einsehen müssen, dass daran nichts mehr zu ändern ist. Das denkt sich auch die Satire-Partei von Martin Sonneborn und heißt Flüchtlinge aus den USA willkommen. Waffen sollten die fliehenden Amis aber bitte schön zuhause lassen.

18:34 Uhr: Proteste gehen weiter

Auch während der Vereidigung gehen die Proteste gegen den neuen Präsidenten weiter. Dabei beweisen die Demonstranten nicht nur Ausdauer. Einige Aktionen fallen besonders scharf aus.

Diese Aktivisten sehen Trump als Gefangenen Putins, vergleichen ihn mit Hitler oder senden heftige Parolen an ihn:

18:31 Uhr: "New York Times": Trump beschreibt ein anderes Amerika

Der "New York Times" gefiel die Rede von Trump nicht - aus einem bestimmten Grund: "Trump macht weiter damit, eine Nation zu beschreiben, die Millionen andere US-Amerikaner nicht sehen."

18:28 Uhr: Beifall von einem ehemaligen KKK-Anführer

David Duke ist ein ehemaliger Anführer des rassistischen Ku Klux Klan. Auf Twitter freute er sich nach der Vereidigung von Donald Trump. "Wir haben es getan. Glückwunsch."

18:26 Uhr: "Kein guter Auftakt"

Die Antrittsrede von Trump überraschte nicht wirklich. Dem Publizisten Hugo Müller-Vogg beeindruckte die Rede nicht gerade. Auf Twitter schrieb er: "Kein guter Auftakt."

18:23 Uhr: Trump hat jetzt einen neuen Twitter-Account

Trump darf jetzt mit einem neuen Account twittern, und zwar dem offiziellen Twitter-Account des Präsidenten der USA "POTUS". Ein paar tausend Follower hat er schon, getwittert hat er noch nicht. Sein Profilbild ist aber schon eingesetzt.

Darüber macht man sich im Netz auch schon lustig:

18:16 Uhr: "Wir werden Amerika wieder groß machen"

"Wir müssen groß denken. Und noch größer träumen." Er kritisiert Politiker, die nur reden und nie handeln würden. Die Zeit der leeren Worte sei vorbei. Jetzt sei die Stunde des Handelns gekommen. "Lasst euch nicht einreden, die Herausforderung sei zu groß."

Ein neuer Stolz werde die Wunden der Spaltung heilen. Es komme nicht darauf an, ob man ein Latino, ein Schwarzer oder ein Weißer sei - dasselbe patriotische Blut fließe in den Körpern der Amerikaner.

"An alle Amerikaner, ob in einem Dorf oder einer Stadt, von Berg zu Berg: Ihr sollt nie mehr unerhört bleiben."

Zusammen werden sie Amerika wieder groß machen, sagt Trump zum Abschluss. "Gott segne Sie. Und Gott segne Amerika."

18:14 Uhr: Trump und der Islam

Man werde den US-Lebensstil nicht anderen Nationen aufdrücken. Aber: "Wir werden den radikal-islamischen Terrorismus auf der Welt ausradieren!"

Die Bibel besage, wie gut es sei, wenn die Menschen in Einheit lebten. Man müsse diskutieren, aber immer solidarisch bleiben. Wenn Amerika zusammenstehe, werde es nicht zu stoppen sein.

Gott werde die USA beschützen.

18:10 Uhr: "America First"

Nun spricht Trump über die Beziehung der USA zu anderen Ländern. "Wir haben andere Länder reich gemacht, während unsere Macht und Stärke schwand. Aber das ist Vergangenheit. Wir schauen nur noch in die Zukunft." Die USA hätten die Grenzen anderer Länder verteidigt, aber nicht die eigenen.

Nun komme eine andere Vision: "Amerika zuerst. Amerika zuerst" Das würde alle Entscheidungen beeinflussen: "Jede Entscheidung wird darauf ausgerichtet sein, amerikanische Familien und Arbeiter zu schützen."

Amerika werde wieder gewinnen - wie nie zuvor. Arbeitsplätze, Grenzen und Träume werden zurückkehren, verspricht Trump. Er verspricht neue Infrastruktur.

18:08 Uhr: "Das Volk wird zum Herrscher"

Trump: "Washington wurde reicher, aber die Menschen wurden es nicht. Politiker wurden wohlhabend, aber die Jobs verschwanden. Ihre Triumphe waren nicht eure. Während Sie hier in der Hauptstadt feierten, hatten Familien überall in unserem Land nicht viel zu feiern."

Trump sagt, es komme nicht darauf an, welche Partei die Regierung stelle. Sondern dass die Leute die Macht hätten. "Der 20. Januar 2017 wird in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem das Volk wieder zum Herrscher über diese Nation wurde."

Mütter und Kinder seien in Armut in den Innenstädten gefangen. Junge Studenten würden von Bildung ferngehalten werden. Und die Kriminalität nähme Überhand. "Dieses Amerika hört heute auf", sagt Trump.

18:03 Uhr: Rede von Trump beginnt

Trump beginnt seine Rede: "Wir werden die Zukunft Amerikas und der Welt bestimmen." Es werde Hürden geben, aber wir werden den Job hinkriegen, sagt Trump.

Heute sei nicht nur der Tag, wo die Macht in Washington übertragen werde. Er werde den Menschen die Macht zurückgeben, sagt Trump. Dies sei der Moment der Menschen, ruft Trump seinen Anhängern auf den Capitol Hill und den Zuschauern am Fernseher zu. "Dies, die USA, sind euer Land."

18:00 Uhr: Donald Trump leistet Amtseid

Donald Trump ist nun offiziell der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. "Ich, Donald J. Trump, schwöre feierlich, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten ehrlich ausfüllen werde, und nach meinen besten Kräften die Verfassung der Vereinigten Staaten bewahren, beschützen und verteidigen werde."

17:59 Uhr: Michael Moore: "Tragödie für die Demokratie"

Michael Moore kritisiert den Polizeieinsatz in Washington. Im Hintergrund eines Selfies ist ein gepanzerter Wagen zu sehen. Er schreibt dazu, der Tag sei eine "Tragödie für die Demokratie".

17:58 Uhr: "Protect our care"

Mehrere Mitglieder der Demokraten im Kongress tragen während der Amtseinschwörung blaue Buttons mit der Aufschrift: #ProtectOurCare. Sie wollen damit ihre Unterstützung für den Affordable Care Act - besser bekannt als Obamacare - zum Ausdruck bringen. Die Republikaner im Kongress und Donald Trump selbst wollen diesen so schnell wie möglich abschaffen.

17:55 Uhr: Mike Pence leistet Amtseid

Vize-Präsident hebt die rechte Hand und leistet seinen Amtseid.

17:53 Uhr: Nach den Gebeten wurde ein Demonstrant rausgeworfen

Eine Journalistin der "New York Times" hat beobachtet, dass nach den Gebeten ein Demonstrant von der Polizei hinausgeworfen wurde.

17:50 Uhr: Senator Schumer spricht zu einer geteilten Nation

Senator Charles Schumer spricht nun auf dem Podium. Er sagt, es gebe große Herausforderungen in den USA, aber er sei sicher, dass Amerika dem gewachsen sei.

Er erzählt eine Anekdote aus dem Bürgerkrieg, die den Mut des durchschnittlichen Amerikaners zeige. Ein Soldat schrieb seiner Ehefrau einen Brief, er habe keine Angst zu fallen, denn er sei gewillt sein Leben für die Regierung der Vereinigten Staaten zu geben.

17:48 Uhr: Widerstand in New York

Demonstranten haben ein Banner über New York fliegen lassen. Darauf steht: "Wir sind mehr als er! Leistet Widerstand!"

17:37 Uhr: Senator von Missouri spricht

Jetzt ist Roy Blunt an der Reihe, er ist Senator von Missouri und hält eine Rede vor Trumps Amtseid.

Danach verlesen Priester Psalmen und Wünsche für den künftigen Präsidenten der USA. Pastorin Paula White-Cain sagt: "Sende uns aus dem Himmel die Weisheit, damit wir tun, was dir wohlgefällig ist. Amen."

17:32 Uhr: Trump ist da

Donald Trump tritt auf die Plattform. Seiner Frau gibt er noch ein Küsschen, bevor ans Mikrofon tritt. Man sieht, er ist angespannt. Bereits im Gang hat er ein paar Mal durchgeatmet. Auch jetzt auf der Bühne tut er das.

17:30 Uhr: Mike Pence tritt auf die Bühne

Der künftige Vize-Präsident ist eingetroffen. Donald Trump wartet im Gang, bis sein Auftritt kommt. Kurz hat er die Kameramänner mit einem stummen "Hallo" begrüßt.

17:21 Uhr: Melania Trump erreicht die Rednerbühne

Melania Trump kommt auf die Rednerbühne, zusammen mit der Ehefrau des designierten Vize-Präsidenten Mike Pence.

Als nächstes kommt Noch-Präsident Barack Obama mit seinem Vize-Präsidenten Joe Biden.

Danach tritt der künftige Vize-Präsident Mike Pence auf die Bühne. Und schließlich zuletzt Donald Trump selbst.

Auf der Bühne steht auch die ehemalige Rivalin von Trump, Hillary Clinton. Zusammen mit ihrem Mann, dem ehemaligen Präsidenten Bill Clinton.

17:10 Uhr: Alles steht bereit

Der Platz vor dem Kapitol ist dicht gefüllt. Die Kinder Donald Trumps, unter anderem Ivanka und Eric, stehen auf der Plattform bereit, um ihren Vater zu sehen.

17:05 Uhr: Donald Trump ist auf dem Capitol Hill angekommen

Donald Trump ist auf dem Capitol Hill angekommen. Auch seine Kinder sind eingetroffen. Jetzt kann es losgehen.

17:01 Uhr: Es geht aber auch friedlich - mit Gratis-Cannabis

Die Demonstrationen gegen Trump können aber auch anders aussehen - und wesentlich friedlicher gestaltet sein. Aktivisten für die Legalisierung von Cannabis verteilen heute in Washington Joints - und zwar gratis. Die Nachfrage ist gewaltig, berichtet die Deutsche Nachrichtenagentur.

16:56 Uhr: Schlägerei zwischen Demonstrant und Biker

An einem Kontrollpunkt in Washington ist es zu einer Schlägerei zwischen einem Biker und einem Demonstranten gekommen.

Eine Gruppe von Bikern mit dem Namen "Biker for Trump" hatte im Vorfeld angekündigt, in Washington gegen Anti-Trump-Demonstranten vorzugehen, die sich nicht friedlich verhalten sollten.

Mehr zum Thema: "Bikers for Trump": Über 5000 Biker bauen "Wand aus Fleisch", um Trump zu schützen

16:51 Uhr: Polizei jagt Vermummte durch Washington

Medienberichten zufolge soll die Polizei Vermummte in Washington durch die Straßen jagen. Die Vermummten sollen Schaufenster eingeworfen haben.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sollen sie das Schaufenster der Bank of America beschädigt haben.

Ein Tweet zeigt die eingeworfenen Scheiben einer Limo in Washington:

16:25 Uhr: Polizei geht gegen Demonstranten vor - es kommt zu Ausschreitungen

Demonstranten in Washington haben versucht, den Anhängern Trumps den Zugang zu den Feierlichkeiten der Vereidigung zu versperren. Sie blockierten den Zugangspunkt an einer Straße. Außerdem schlossen sie sich zu einer Menschenkette zusammen.

trump police

Quelle: AP

trump police

Quelle: AP

Die Polizei setzte laut "Focus Online" auch Pfefferspray gegen Demonstranten ein.

Bereits in der Nacht war es zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei ging gegen Menschen vor, die sich vor dem nationalen Pressegebäude versammelt hatten. Dort fand eine Veranstaltung von Trump-Anhängern und Mitgliedern der "Alt-Right"-Bewegung statt. Die Veranstaltung trug den Namen "Deploraball", in Anlehnung auf den "Basket of Deplorables" (den Haufen von Beklagenswerten), als die Hillary Clinton im Wahlkampf die Anhänger von Donald Trump bezeichnet hatte.

16:13 Uhr: Politiker treffen am Capitol Hill ein

Am Capitol Hill, wo Donald Trump später seinen Amtseid leisten wird, sind die ersten Politiker eingetroffen. Newt Gingrich von den Republikanern beispielsweise ist angekommen. Auch der ehemalige US-Präsident George W. Bush ist schon vor Ort.

Um 18 Uhr Mitteleuropäischer Zeit soll Donald Trump seinen Amtseid ablegen. Anschließend wird er seine mit Spannung erwartete Antrittsrede halten.

15:53 Uhr: Obama trifft Trump im Weißen Haus - eine Geste von Melania Trump sorgt für Verwirrung

Präsident Barack Obama trifft sich mit seinem Nachfolger Donald Trump und dessen Gattin Melania im Weißen Haus.

Eines sorgt bei dem Treffen jedoch für Verwirrung: Melania überreicht Michelle Obama ein Geschenk. Die scheint das nicht erwartet zu haben - und weiß für kurze Zeit nicht, was sie damit tun soll.

15:46 Uhr: Obama sagt "Danke" beim Abschied aus dem "Oval Office"

Am Freitag verlässt Barack Obama das Weiße Haus. Ein Reporter-Team von CNN beobachtete, wie der scheidende Präsident einen Brief in die Schublade seines Schreibtisches im "Oval Office" steckte - sie vermuten, für seinen Nachfolger Donald Trump.

Als er das Büro verließ, fragte ein Reporter: "Irgendwelche letzten Worte an die Menschen Amerikas?" Obamas Antwort: "Danke."

15:40 Uhr: Das Weiße Haus ist bereit für Trump

In der Nacht zum Freitag ist Noch-Präsident Barack Obama mit seinem Team aus dem Weißen Haus ausgezogen. Über Instagram teilte ein CNN-Reporter ein Foto aus dem leeren Gebäuden.

Pic of hallway in West Wing with Obama pictures taken down.

Ein von Jim Acosta (@jimacosta) gepostetes Foto am

15:20 Uhr: Experte: "Trumps Finger auf dem Atomkoffer macht mir Angst"

Kurz vor seiner Amtseinführung erhält Donald Trump den berüchtigten Atomkoffer. Er ist eine Art mobile Kommandozentrale, um Atombomben abzuschießen. Für den Nuklear-Experten Bruce Blair eine gruselige Vorstellung. In einem lesenswerten Interview mit "Spiegel Online" sagt er: "Trumps Finger auf dem Atomkoffer macht mir Angst. Ich habe keinerlei Vertrauen in Trumps Urteilskraft, was Krieg und Frieden angeht."

Da ist er nicht der einzige ...

15:15 Uhr: Trump-Gegner protestieren in Ketten

Bei Twitter kursieren Fotos von Protestanten, die sich in Washington aus Protest gegen die Amtseinführung Donald Trumps angekettet haben.

15:09 Uhr: Trump an St. John's-Kirche angekommen

Donald Trump und seine Frau Melania sind an der Kirche St. John angekommen. Dort findet ein Gottesdienst statt - der offizielle Beginn von Trumps Amtsübernahme als US-Präsident.

Im Anschluss trifft sich das Ehepaar Trump mit Barack und Michelle Obama im Weißen Haus zum Kaffee.

trump

15:02 Uhr: Zu Guttenberg mit deutlichen Worten über Trump

Für alle, die es noch nicht gelesen haben: Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat kurz vor Trumps Amtseinführung deutliche Worte an die Bundesregierung gerichtet. In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" fordert zu Guttenberg die Regierung dazu auf, auf Trumps "krude Vorstellungen" klar, konstruktiv und gegebenenfalls hart zu antworten. Mehr dazu lest ihr hier.

14:57 Uhr: Trumps wirre Haar-Aussage

Was treibt Donald Trump in diesen geschichtsträchtigen Stunden eigentlich um? Die Antwort: Seine Frisur. Was sonst? "Wenn es wirklich schüttet, dann ist das okay. Dann werden die Leute realisieren, dass das meine echten Haare sind", sagte Trump am Donnerstagabend in Washington über die Gerüchte über seine Haare und die schlechte Wettervorhersage am Tag seiner Vereidigung.

14:30 Uhr: Böhmermann: "Ihr habt einen großen Führer gewählt"

Mehr zum Thema: So könnt ihr die Amtseinführung im Live-Stream sehen

14:20 Uhr: Trump twittert: "Die Bewegung geht weiter"

Wenige Stunden vor der offiziellen Zeremonie in Washington hat sich Donald Trump mal wieder über sein Lieblingsmedium Twitter geäußert: "Heute fängt alles an! Ich sehe euch um 11 Uhr beim Amtseid. Die Bewegung geht weiter - die Arbeit beginnt".

14:00 Uhr: Demonstranten blockieren Zugang zur Parade an einer Straße

Demonstranten blockieren den Zugang zur Parade nach der Vereidigung an einer Straße. CNN-Reporter Greg Krieg veröffentlichte ein Video von der Blockade. Die Protestierenden rufen: "Wir verachten den gewählten Präsidenten."

Die Parade beginnt um voraussichtlich 20.45 Uhr und führt vom Kapitol zum Weißen Haus. Eine Gruppe von Demonstranten hatte angekündigt, den Zug zu stören. Ihre Proteste sind nicht genehmigt.

13:40 Uhr: Was darf man von Trumps Antrittsrede erwarten?

Der staatliche Auslandsrundfunk Deutsche Welle hat zwei Wissenschaftler befragt, was die Zuhörer heute von Trumps Antrittsrede erwarten dürfen. Beide sind sich einig: Man solle das Unerwartete erwarten.

"Trumps bisherige Rednerleistungen suggerieren, dass er von den Konventionen der Präsidentschaftsreden entweder nichts weiß oder sich nicht dafür interessiert (...)", sagt etwa Paul Stob, der zur US-amerikanischen Rhetoriktradition an der Vanderbilt Universität forscht, der Deutschen Welle.

Stobs Kollegin Jennifer Mercieca, eine Expertin für politische Rhetorik an der Texas A&M Universität, fügt hinzu: "Ich erwarte das Unerwartete." Und: "Trump lässt die Leute gerne im Ungewissen, also wird es vielleicht etwas Interessantes oder Überraschendes in der Rede geben."

Beide Experten sind sich jedoch einig, dass es für den neuen US-Präsidenten schwierig wird, ein wichtiges Ziel einer Antrittsrede zu erreichen: Das Land zu vereinen.

13:20 Uhr: Michael Moore führte Proteste am Donnerstag an

Der Regisseur Michael Moore leitete Donnerstag Nacht eine Demonstration vor Trumps International Hotel in New York. Auf der Veranstaltungen sprachen unter anderem die Schauspieler Robert de Niro und Alec Baldwin. Auch News Yorks Bürgermeister Bill De Blasio hielt eine Rede.

Auf Youtube könnt ihr die Veranstaltung mit allen Reden noch einmal sehen:

Michael Moore ist ein ausgesprochener Gegner des nächsten US-Präsidenten. Trumps Wahlsieg hatte Moore schon Monate vor der Stimmabgabe vorhergesagt.

Mehr zum Thema: Michael Moore warnt: "Trump wird für unseren Tod verantwortlich sein"

12:51 Uhr: Tränengas-Einsatz nach Krawallen in Washington

Mehrere US-Medien berichten über Krawalle Hunderter Gegner und Befürworter Trumps - offenbar musste die Polizei sogar Tränengas einsetzen. Die Zusammenstöße sollen sich vor dem Gebäude des National Press Club abgespielt haben.

Mehr zum Thema: "Rüpelmilliardär wird US-Präsident": "TV Spielfilm" macht sich über Trumps Amtseinführung lustig

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