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19/01/2017 17:57 CET | Aktualisiert 19/01/2017 18:10 CET

4 Projekte, die Mut machen, dass wir den Kampf gegen den Klimawandel doch noch gewinnen

Ron_Thomas via Getty Images
4 Projekte, die Mut machen, dass wir den Kampf gegen den Klimawandel doch noch gewinnen

2016 war das heißeste Jahr, seit es Aufzeichnungen gibt. Das teilten sowohl die NASA, als auch die National Oceanic and Atmospheric Association (NOAA) mit.

Der Klimawandel ist in vollem Gange; extreme Wetterphänomene und Katastrophen häufen sich weltweit.

Der globale CO2-Ausstoß bewegte sich letztes Jahr auf einen neuen Rekord zu. Und ausgerechnet jetzt wird ein Mann Präsident des Klimasünders USA, der den Klimawandel für einen Schwindel hält.

Doch es gibt noch Hoffnung. Etwa diese vier Projekte, die Mut machen, dass wir den Kampf gegen den Klimawandel doch noch gewinnen können.

1. Aufforstung in Afghanistan

Geschätzte 80 Prozent der natürlichen Resourcen in Afghanistan sind durch vier Jahrzehnte Krieg zerstört worden. Das sagte Ahmad Seyer, der Direktor der afghanisschen Rural Green Environmental Organisation (RGOE) dem "Guardian".

Sever und seine Organisation, so berichtet die englische Zeitung, bieten Kurse an, die den Afghanen die Bedrohung des Klimawandels bewusst machen. "In den meisten Dörfern verstehen die Leute den Klimawandel - sie können ihn jetzt sehen, es gibt nicht genug Schnee und nicht genug Regen", erklärte Sever.

Um dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen, haben er und die RGEO 200.000 Bäume um 90 Dörfer herum gepflanzt, damit sie Treibhausgase absorbieren und Schutz vor Fluten bieten können.

2. Stockholm errichtet Anlage, die Biomüll zu Pflanzenkohle umwandelt

In Stockholm wird in diesem Monat die welterste urbane "Kohlenstoffsenke" in Betrieb genommen. Das "Stockholm Biochar Project" verwendet Park- und Gartenabfälle um Pflanzenkohle (auf Englisch biochar) und erneuerbare Energien zu produzieren.

Durch die Anlage soll die Kohlenstoff-Emmission von rund 3500 Autos ausgeglichen werden. Die Idee basiert darauf, Holz und andere organische Materialien ohne Zuführen von Sauerstoff in "Biokohle" umzuwandeln, die zudem ausgestoßenen Kohlenstoff binden kann.

Damit soll die Anlage einmal auch die Wärme für 400 Wohnungen erzeugen.

3. Die größte Meerwasserentsalzungsanlage der Welt in Israel

Israel deckt einen Großteil seines Wasserverbrauchs durch Entsalzungsanlagen und entlastet so die Süßwasserquellen des Landes. Einen noch höheren Anteil hat nur Saudi-Arabien.

"Das Meerwasser bleibt uns noch lange erhalten, wohingegen Süßwasser in diesen Weltgegenden in den kommenden Jahren rapide schwinden wird", sagt Nikolay Voutchkov der Zeitung "Jüdische Allgemeine". Er ist Direktor der International Desalination Association (IDA) und Vorsitzender von Water Globe Consulting, einer weltweiten Beratungsfirma für innovative Wasseraufbereitung.

Israel stellt seit drei Jahren mit dem Sorek-Werk nun die größte Entsalzunsanlage der Welt.

Zwar ist ein Liter entsalztes Frischwasser etwa sechsmal so teuer wie normales Süßwasser. Allerdings hätten die betreffenden Länder dadurch auch eine höhere Motivation, ihr kostspielig erworbenes Wasser wiederzuverwenden: "Israel recycelt 80 Prozent des Wassers. Wenn Wasser teurer ist, steigt auch die Wertschätzung", erklärt Voutchkov.

Weiterer positiver Nebeneffekt: Durch die mehrfache Verwendung nehme der Preis wieder rapide ab.

4. China baut die größte Solaranlage der Welt

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Im Westen Chinas, in der Provinz Quinghai, wird die größte Solaranlage der Erde gebaut. Sie soll 27 Quadratkilometer groß werden und 270.000 Haushalte mit sauberen Strom versorgen. Die Leistung: 1,35 Gigawatt.

China habe das Potenzial von Solarenergie und deren Speicherung für die Reduzierung der Emissionen erkannt, sagt David Ramm, Geschäftsführer von Bright Source Energy, die an dem Projekt beteiligt sind.

Dass das erst der Anfang ist, zeigen weitere Groß-Projekte dieser Art: Im US-Bundesstaat Nevada soll bis 2021 eine Anlage mit 2 Gigawatt entstehen und ein Solarkraftwerk mit 1 Gigawatt im Oman.

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(mf)