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19/01/2017 11:00 CET | Aktualisiert 19/01/2017 11:52 CET

AfD-Politikerin von Storch: Höcke schadet der Partei - weil er von "Masseneinwanderung und Islamisierung" ablenkt

  • Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke ist nach seinen umstrittenen Äußerungen zur Berliner Holocaust-Gedenkstätte in seiner Partei zunehmend isoliert

  • Nun kritisiert auch die AfD-Politikerin Beatrix von Storch, Höcke schade der Partei

  • Denn: Die AfD müsse sich aus ihrer Sicht auf Schicksalsfragen konzentrieren

Nach seiner umstrittenen Äußerung zum Holocaust-Mahnmal gerät der AfD-Politiker Björn Höcke in seiner eigenen Partei immer mehr unter Druck.

Nach Frauke Petry und Marcus Pretzell kritisierte nun auch Beatrix von Storch, stellvertretende AfD-Bundessprecherin, den Auftritt Höckes.

In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" warf sie ihm vor, er schade der Partei mit seinem Ego-Trip.

"Wer in dieser schweren Krise unseres Landes mit Äußerungen, die nicht dem Wohl des Landes dienen, von dem Versagen der Merkel-Regierung und den Schicksalsfragen unserer Nation ablenkt, fügt der Partei schweren Schaden zu", sagte die EU-Abgeordnete.

"Masseneinwanderung, Islamisierung und Eurokrise"

Als solche Schicksalsfragen nannte von Storch "Masseneinwanderung, Islamisierung und die Eurokrise".

Die Rechtskonservative sagte, wer von diesen Themen ablenke, schade "insbesondere auch unseren Parteimitgliedern, die an Wahlkampfständen für die Ziele der AfD geradestehen und unsere Partei als die konservative und freiheitliche Kraft vorstellen wollen, die sie ist".

Allein AfD-Vize Alexander Gauland nahm Höcke bisher öffentlich in Schutz.

Höcke hatte am Dienstag auf einer Veranstaltung in Dresden mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin gesagt: "Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat."

(jg)