POLITIK
18/01/2017 02:08 CET | Aktualisiert 18/01/2017 03:34 CET

Putin dementiert Sex-Vorwürfe gegen Trump - seine Begründung macht fassungslos

Mikhail Svetlov via Getty Images
Der russische Präsident Putin behauptet, sein Land haben "die besten Prostituierten der Welt"

  • Nach den Prostitutions-Vorwürfen gegen Donald Trump bekommt dieser Unterstützung aus Moskau

  • Wladimir Putin sagt, an den Unterstellungen sei nichts dran

  • Seine Begründung ist allerdings etwas ... sonderbar ...

Der designierte US-Präsident Donald Trump bekommt im "Watersport"-Skandal Hilfe aus Moskau.

Nach der Veröffentlichung eines Dossiers, das unterstellt, Trump sei von russischen Geheimdiensten beim Treffen mit Prostituierten gefilmt worden, stellt sich der russische Präsident Wladmir Putin an seine Seite.

Der nennt die Sexvorwürfe gegen Trump im Zusammenhang mit Moskauer Prostituierten im Jahr 2013 für unglaubwürdig - mit einer sonderbaren Begründung.

"Russische Prostituierte sind die Besten der Welt"

Er sagte, dass Trump, der die schönsten Frauen der Welt getroffen habe und damals wegen eines Schönheitswettbewerbs in Moskau war, eine bessere Auswahl zu seiner Begleitung habe als Prostituierte.

"Sie sind natürlich die besten der Welt. Ich bezweifle aber, dass Trump sich darauf eingelassen hat", sagte der russische Präsident am Dienstag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Seiner Ansicht nach handelt es sich dabei um Falschinformationen, die für einen "politischen Kampf" verwendet werden, fügte Putin hinzu.

Mehr zum Thema: Donald Trump: Russen sollen ihn gefilmt haben, wie er Prostituierte auf Obamas Bett urinieren ließ

US-Medien hatten in der vergangenen Woche berichtet, dass Geheimdiensten bislang nicht überprüftes Material vorliege, mit dem Trump erpressbar gemacht werden solle.

"Ich weiß nicht, was er auf der internationalen Bühne machen wird"

Die Website "Buzzfeed" veröffentlichte das gesamte Papier. Darin war zu lesen, dass Trump angeblich Prostituierte bei einem Besuch im Ritz Carlton in Moskau dazu aufgefordert habe soll, auf ein Bett zu urinieren, in dem zuvor Barack Obama mit seiner Frau geschlafen hatte. Dabei habe ihn der russische Geheimdienst FSB gefilmt.

Das sei alles nicht wahr, so Putin. Der russische Präsident sagte, er habe Trump noch nie persönlich getroffen. Bislang sei auch kein Treffen geplant. "Ich weiß nicht, was er auf der internationalen Bühne machen wird. Deshalb habe ich weder Grund, ihn anzugreifen, ihn für etwas zu kritisieren noch ihn für irgendwas in Schutz zu nehmen."

"Glauben Sie, dass unsere Geheimdienste jeden US-Milliardär jagen?"

"Er war kein Politiker. Wir wussten noch nicht einmal von seinen politischen Plänen", sagte Putin. "Glauben Sie, dass unsere Geheimdienste jeden US-Milliardär jagen?"

"Die Menschen, die solche Fälschungen gegen den designierten US-Präsidenten bestellen und in politischen Auseinandersetzungen nutzen, sind schlimmer als Prostituierte", sagte Putin. "Sie haben überhaupt keine politischen Hemmungen und dies zeigt einen bedeutenden Grad von Zerfall der politischen Elite im Westen, auch in den Vereinigten Staaten."

Mit Material der AP und der dpa

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(sk)