LIFE
18/01/2017 13:52 CET | Aktualisiert 18/01/2017 13:58 CET

Diese Unterwäschefotos beweisen, dass schöne Frauen nicht perfekt sein müssen

Emily Lauren hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu zeigen, dass es etwas wie die "perfekte Frau" nicht gibt. Hierfür macht die Fotografin wunderschöne Aufnahmen von Frauen in Unterwäsche.

Laurens Projekt des "Das Durchschnittsmädchen" zielt darauf ab, eine positive Körperkultur zu fördern. Mit ihren Bildern möchte sie die Vorstellung der Einheitsgröße abschaffen, die uns oft von den Medien vermittelt wird.

"Ich habe dieses Projekt gestartet, weil ich es leid war, nur einen Typ Frau in den Medien repräsentiert zu sehen", sagte die Fotografin der Huffington Post UK.

"Die perfekte Frau gibt es nicht"

"In Wirklichkeit existiert die perfekte Frau nicht. Sie ist von den Medien mit Photoshop bearbeitet, manipuliert und verändert."

"Als mir klar wurde, dass die Medien Gewinn aus unserer Unzufriedenheit schöpfen, wurde mir der einzige Weg das zu bekämpfen klar: Bilder zu schaffen, die ein positives Körpergefühl vermitteln.“

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Credit: Emily Lauren Photography

Bis jetzt hat Lauren mehr als 40 Frauen im Alter zwischen 16 und 39 für ihr Projekt fotografiert. Sie kommen aus allen Gesellschaftsschichten: von Studenten über Geschäftsfrauen bis hin zu Müttern, die zu Hause bleiben.

"Manchmal werde ich gefragt, warum ich das Projekt 'Durchschnittsmädchen' genannt habe, als ob ich mich nur auf einen Typ Frau beziehen würde“, sagte Lauren.

"Ich glaube, dass wir alle zum 'Durchschnitt' gehören und trotzdem fühlen wir uns so, als würden wir nicht reinpassen. Deswegen 'durchschnittliches Mädchen'. Ob dünn, mittel oder dick... das ist ganz egal. In der Gesellschaft sehen wir uns alle mit dem gleichen Druck konfrontiert."

"Wir müssen Frauen im Geist und im Körper wieder gesund machen"

Der Großteil der Frauen möchte anonym bleiben, sagt Lauren. Doch die Person, die ihr beim Fotografieren am meisten im Gedächtnis geblieben sei, wäre ein Teenager gewesen, den sie "Miss J" nennt.

"Sie war erst 16 Jahre alt und benötigte für die Fotos die Einverständniserklärung ihrer Eltern", erzählte Lauren.

"Nach dem Interview mit ihr wurde mir bewusst, was sie in ihrem tiefsten Inneren alles durchmacht und wie dringend nötig dieses Buch ist."

"Die Teenager-Jahre sind besonders hart. Es ist entscheidend, dass wir jungen Menschen beibringen, die Dinge zu erkennen und zu bekämpfen, die ihren Charakter und ihr Aussehen schlecht machen."

"Wir müssen diese Frauen im Geist und im Körper wieder gesund machen."

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Credit: Emily Lauren Photography

Um ihr Buch mit den Bildern zu veröffentlichen, betreibt Lauren Crowdfunding. Das Werk soll den Titel tragen "Durchschnittliches Mädchen: Ein Ratgeber seinen Körper zu lieben" ("Average Girl: A Guide to Loving Your Body"). Ihre oberste Priorität bleibt es aber, das positive Körpergefühl zu bewerben.

"Mir ist egal, ob ich an dem Buch etwas verdiene, ich möchte nur genug Geld sammeln, um es in die Hände der Menschen zu legen, die es am meisten brauchen", betont sie.

"Ich möchte dieses Buch erschaffen, weil ich es in meiner Jugend so dringend gebraucht hätte."

"Mein Ziel ist es, dass jeder, der das Buch liest, eine Person entdeckt, die ihn an sich selbst erinnert. Das wird Frauen klar machen, dass sie nicht alleine sind."

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Credit: Emily Lauren Photography

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Credit: Emily Lauren Photography

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Credit: Emily Lauren Photography

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Credit: Emily Lauren Photography

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Credit: Emily Lauren Photography

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Credit: Emily Lauren Photography

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Credit: Emily Lauren Photography

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Credit: Emily Lauren Photography

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Huffington Post UK und wurde von Anke Waschneck aus dem Englischen übersetzt.

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(lk)