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18/01/2017 07:14 CET | Aktualisiert 18/01/2017 09:03 CET

Linke-Abgeordneter stellt Strafanzeige gegen Höcke wegen Volksverhetzung

  • Der Linke-Abgeordneter Diether Dehm hat Strafanzeige gegen Björn Höcke gestellt

  • Der AfD-Politiker hatte mit einer Rede in Dresden für Empörung gesorgt

Diether Dehm, Abgeordneter der Linkspartei im Bundestag, hat nach Medienangaben Strafanzeige gegen AfD-Politiker Björn Höcke gestellt.

Ausschlaggebend war eine Rede von Thüringens AfD-Landeschef in Dresden (im Video oben). Bei seinem Auftritt im Ballhaus Watzke bezeichnete er das Holocaust-Mahnmal in Berlin als "Denkmal der Schande im Herzen der Hauptstadt". Weiter führte er aus: "Die deutsche Geschichte wird mies und lächerlich gemacht."

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, zeigte sich äußerst besorgt über die empörenden Aussagen der AfD-Funktionäre. Die Aussagen Höckes seien "völlig inakzeptabel“, zitiert ihn die dpa.

Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter nannte die Rede des AfD-Politikers "unsäglich". SPD-Vize Ralf Stegner twitterte als Reaktion auf den skandalösen Auftritt: "Null Einfluss für das Neonazipack!"

Auch äußerst konservative Stimmen kritisieren Höcke scharf. Dieter Stein, Chefredakteur der Wochenzeitung "Junge Freiheit" schrieb bei Twitter: "Björn Höcke bramarbasiert von einem "vollständigen Sieg der AfD". Wenn die Partei den vollständigen Untergang will, sollte sie Höcke folgen."

Höcke selbst, versuchte seine Rede derweil zu rechtfertigen. Das Wort "Schande" sei falsch interpretiert worden.

Höcke schrieb: "Ich habe den Holocaust, also den von Deutschen verübten Völkermord an den Juden, als Schande für unser Volk bezeichnet. Und ich habe gesagt, dass wir Deutsche diesem auch heute noch unfassbaren Verbrechen, also dieser Schuld und der damit verbundenen Schande mitten in Berlin, ein Denkmal gesetzt haben."

hoecke