POLITIK
18/01/2017 03:30 CET | Aktualisiert 18/01/2017 04:24 CET

"Eine Katastrophe": Nach Mays Brexit-Rede denken die Schotten wieder über Unabhängigkeit nach

Die schottisch Premierministerin Nicola Sturgeon will noch einmal über die schottische Unabhängigkeit entscheiden lassen
DANIEL LEAL-OLIVAS via Getty Images
Die schottisch Premierministerin Nicola Sturgeon will noch einmal über die schottische Unabhängigkeit entscheiden lassen

  • Schottlands Regierung erwägt ein neues Referendum über die Unabhängigkeit von Großbritannien

  • Grund ist die Rede der britischen Regierungschefin May

Die schottische Regierungschefin, Nicola Sturgeon, bringt erneut eine Abstimmung über die Unabhängigkeit des Landes von Großbritannien ins Spiel. Der britischen BBC sagte sie, sie halte eine neues Referendum für "sehr wahrscheinlich".

2014 hatten sich noch gut 55 Prozent der Schotten für einen Verbleib im Vereinigten Königreich ausgesprochen.

Schottland fürchtet die Folgen eines EU-Austritts

Doch jetzt ist klar, dass Großbritanniens Regierungschefin Theresa May den Brexit hart durchziehen will. Die Mehrheit der Schotten hatte sich aber beim Brexit-Referendum im vergangenen Juni für einen Verbleib Großbritanniens in der EU ausgesprochen

Sturgeon kündigte dehalb Widerstand gegen die Pläne Mays an. Der angekündigte klare Bruch mit der EU wäre aus Sicht Edinburghs eine "wirtschaftliche Katastrophe".

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Nordiren sind besorgt über Grenze zu Irland

Trotz gegenteiliger Beteuerungen Mays wächst zudem die Angst vor einer festen Grenze zwischen Nordirland, das zum Vereinigten Königreich gehört, und dem EU-Mitglied Republik Irland.

Der nordirische Sinn-Fein-Abgeordnete John O'Dowd warnte der BBC zufolge vor so einer Grenze, sollte Großbritannien aus dem Binnenmark und der Zollunion austreten.

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(sk)