POLITIK
18/01/2017 23:39 CET | Aktualisiert 19/01/2017 02:46 CET

Maischberger: Trump-Fan von Anhalt geht auf Trittin los

Frederic Prinz von Anhalt ist ein großer Fan von Trump
ARD Mediathek
Frederic Prinz von Anhalt ist ein großer Fan von Trump

  • Bei Maischberger hat Trump-Anhänger Frederic von Anhalt scharf gegen die deutsche Politik geschossen

  • Eine Antwort der anwesenden Politiker blieb aus

In zwei Tagen ist es so weit: Dann wird Donald Trump als Präsident der USA vereidigt.

"Trump macht Ernst: Muss die Welt vor ihm zittern?", fragte Maischberger ihre Gäste: die ARD-Korrespondentin Tina Hassel, den Grünen-Politiker Jürgen Trittin, den FDP-Europaabgeordneten Alexander Graf Lambsdorff, den US-Schauspieler Ron Williams und den Ex-General Harald Kujat.

Als einziger Trump-Anhänger war in dieser Runde Frederic Prinz von Anhalt aus Los Angeles zugeschaltet.

Zur Erklärung: Er ist Adoptiv-Adeliger und der Witwer von Zsa Zsa Gabor. Unter anderem ist er bekannt dafür, dass er in der Pro-7-Show "Die Burg" vor laufender Kamera in das Badewasser von Kader Loth urinierte. Von den Republikanern wurde er nun zu den Feierlichkeiten zur Amtseinführung von Trump eingeladen.

"Ich kenne Trump sehr, sehr lange“

Jetzt saß er da mit einer "Make America Great Again"-Mütze vor dem "Hollywood" -Schriftzug, hielt die nach oben gerichtete Daumen in die Kamera und rief: "Make America Great Again, yeah!"

Er ging gleich in die Vollen: "Ich kenne Trump sehr, sehr lange“, sagte der Pippi-Prinz. "Ich weiß, wie der tickt. Er will Power. Er will Macht! Deutschland empfehle ich, schnell die Kurve zu kriegen."

"Politik ist doch ein reines Geschäft! Erst tut man sich selbst etwas in die Tasche, mit Lobbyisten zusammen. Wir zahlen Steuer, die Infrastruktur ist kaputt. Damals war der Dollar noch sehr viel wert, jetzt kann man nicht mehr einkaufen."

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Trittin warf ein, dass Trump selbst jede Menge Lobbyisten in der Regierung gebracht habe: Der Republikaner hatte angekündigt, den Sumpf austrocknen zu wollen. "Doch jetzt regiert in Amerika der Sumpf."

"In Deutschland ist doch Sodom und Gomorrha!"

"Sie sind doch Politiker. Wie weit haben Sie es denn gebracht in Deutschland? Sie sind ja noch ganz unten! In Deutschland ist doch Sodom und Gomorrha! Verarschen können wir uns selber.“ Trittin war sprachlos, zuckte nervös mit den Mundwinkeln und legte ungläubig den Kopf zur Seite.

Maischberger will schon eingreifen: "Ein bisschen mehr Resp..."

Doch Trittin verhindert das: "Lassen Sie ihn!"

Tatsächlich wird von Anhalts Tonfall gleich freundlicher. "Ich kenne ihn gut", sagt er über den Grünen. Trittin sei "ein Guter", sie hätten sich nämlich beim Karneval in Köln vor 25 Jahren getroffen. "Anders als sie weiß ich, dass der Karneval am Aschermittwoch vorbei ist", kontert Trittin schlagfertig.

"Auf Partys gehen kann ich auch!"

Aber von Anhalt ist noch nicht fertig. Maischberger spricht ihn auf seine Pläne an, unter Trump als Konsul nach Deutschland zu kommen. Er fühlt sich für dieses Amt voll qualifiziert. Schließlich ginge der Generalkonsul jeden Tag auf eine Party: "Auf Partys gehen kann ich auch!" Er habe beste Kontakte zu den Republikanern.

Wenn Trump Präsident wird - warum sollte von Anhalt dann nicht Konsul werden? Alles scheint möglich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Maischberger wünschte ihm für seine politischen Pläne noch "eine glückliche Hand". Und dankte ihm etwas zweideutig für den "Einblick, in das was man denkt, wenn man Trump gut findet".

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(lp)