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18/01/2017 11:08 CET | Aktualisiert 18/01/2017 11:28 CET

Forscher haben in einer Höhle in Kanada Knochen gefunden, die die Geschichte Amerikas umschreiben

Forscher haben einen Fund gemacht, der die gesamte Geschichte Nordamerikas umschreiben könnte. (Mehr dazu erfahrt ihr auch im Video oben.)

Bisher hatte man angenommen, die ersten Menschen seien vor rund 14.000 Jahren nach Nordamerika gekommen. Kanadische und britische Wissenschaftler haben nun aber herausgefunden, dass die Besiedelung Amerikas schon viel früher stattgefunden haben könnte - um genau zu sein ganze 10.000 Jahre früher.

Um diese These zu stützen, nahmen die Forscher der Universität Montreal 36.000 urzeitliche Tierknochen genauer unter die Lupe. Die Fossilien stammen aus den in Kanada an der Grenze zu Alaska gelegenen “Bluefish-Höhlen”.

An einigen Knochen entdeckten die Experten oberflächliche Kratzspuren, die nur von menschlichem Werkzeug stammen können. Sie wurden wohl zum Häuten von Tieren verwendet.

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Die Fossilien sind über 20.000 Jahre alt

Nach einer Radiokarbondatierung der Knochen stand fest: Die Fossilien sind zwischen 23.000 und 24.000 Jahre alt. Demnach besiedelten die Vorfahren der Indianer nicht, wie bisher angenommen, vor 14.000 Jahren den amerikanischen Kontinent, sondern bereits 10.000 Jahre früher. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift “Plos One”.

Doch wie sind die Menschen so früh nach Amerika gekommen?

Laut den Forschern wanderten sie über die Bering-Landbrücke ein, die den asiatischen Kontinent mit dem amerikanischen verband. Das gesamte Gebiet war während der Eiszeit zugefroren, doch es gab Regionen mit vergleichsweise mildem Klima. Dort könnten die Vorfahren der Indianer die Eiszeit verbracht haben. Erst später zogen sie nach Mittelamerika weiter.

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(lk)