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18/01/2017 15:24 CET | Aktualisiert 19/01/2017 00:47 CET

Katastrophale Umfragewerte: Donald Trump wird der unbeliebteste Präsident der USA seit 40 Jahren

Carlo Allegri / Reuters
Der zukünftige Präsident der USA, Donald Trump

  • Die Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident steht unmittelbar bevor

  • Anders als etliche Vorgänger wird er nicht mit überschwänglicher Unterstützung der Bevölkerung ins Amt starten

Am Freitag wird Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt.

Doch er startet als unbeliebtester Präsident seit mindestens 40 Jahren in seine Amtszeit: In einer Umfrage der „Washington Post“ und des Senders ABC äußerten sich nur 40 Prozent der Befragten zustimmend zu Trump. Bei Barack Obama waren es vor vier Jahren mit 79 Prozent fast doppelt so viele gewesen.

54 Prozent der Befragten finden im Übrigen, dass Trump die Phase der Machtübergabe schlecht gestaltet habe. Eine große Mehrheit erwartet so etwa, dass er seine Steuererklärung offenlegt. Bisher hatte Trump das verweigert. Denn er war bereits wegen früherer fadenscheiniger Steuertricks in die Schlagzeilen geraten.

Umfrage um Umfrage unterstreicht Trumps Unbeliebtheit

Auch etliche weitere Umfragen zeigen, wie unbeliebt Donald Trump bei den US-Bürgern ist. Eine Umfrage von NBC News und dem "Wall Street Journal" fand heraus, dass nur 44 Prozent der US-Amerikaner Trumps Verhalten während der Übergangsphase vor seiner Vereidigung positiv fanden.

Zum gleichen Ergebnis kommt auch eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "Gallup".

Bezogen auf Trumps Persönlichkeit sind die Umfragen noch vernichtender: Eine landesweite Umfrage der Monmouth University stellte fest, dass nur 34 Prozent der US-Amerikaner Trump wohlwollend begegnen.

In einer Umfrage der Quinnipiac University sind es 37 Prozent; bei CNN und ORC sind es immerhin 44 Prozent.

Trump zeigt sich von Umfragen unberührt

Trump selbst reagierte auf seine schlechten Umfragewerte gewohnt gehässig. "Die gleichen Leute, die die falschen Wahlumfragen gemacht haben, und so falsch lagen, machen jetzt Beliebtheits-Umfragen", schrieb Trump am Dienstag auf Twitter, "sie sind gefälscht, genau wie zuvor."

Trump hat Recht - und liegt doch verkehrt. Tatsächlich stellten sich viele Umfragen zum Wahlausgang in den einzelnen Bundesstaaten als falsch heraus. Doch die landesweiten Umfragen in den USA, die Hillary Clinton als Siegerin prophezeiten, lagen richtig: Die Demokratin wurde von der Mehrheit der Stimmberechtigten gewählt.

Selbst wenn die jetzigen Umfragen zu Trumps Beliebtheit um mehrere Prozentpunkte daneben lägen, wären Trumps Werte immer noch katastrophal. Statt über die Meinungsforscher herzuziehen, sollte Donald Trump also lieber daran arbeiten, die Mehrheit der US-Amerikaner auf seine Seite zu ziehen.

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(mf)