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17/01/2017 06:31 CET | Aktualisiert 17/01/2017 08:37 CET

Schlimmer Vorwurf: DB-Sicherheitsleute verprügeln Betrunkenen und lassen ihn in der Kälte liegen

Busà Photography via Getty Images
Schlimmer Vorwurf: DB-Sicherheitsleute verprügeln Betrunkenen und lassen ihn in der Kälte liegen

  • Sicherheitsleute der Deutschen Bahn sollen in Leverkusen einen Betrunkenen verprügelt haben

  • Zeugen behaupten, die Sicherheitsbeamten hätten den Bewusstlosen dann auf den Bahnsteig geworfen

  • Der Polizei liegt eine Anzeige vor

Die Angestellten der DB Sicherheit sollen die Züge und Bahnhöfe in Deutschland sicherer machen. Was laut Informationen der Zeitung "Express" in Leverkusen passierte, bringt das Sicherheitspersonal nun jedoch schwer in Bedrängnis.

Denn laut Zeugenaussagen verprügelten DB-Sicherheitsleute am Samstagabend einen betrunkenen Fahrgast in einer Regionalbahn und warfen ihn dann am Bahnhof an der Station Leverkusen Chempark auf den Bahnstieg.

Dem "Express“ schilderte ein Augenzeuge: "Zunächst ging es verbal hin und her, bis die Securities ihn schließlich baten, den Zug zu verlassen."

Fahrgäste bewiesen Zivilcourage

Ein stämmiger, großer Sicherheitsbeamter soll dann die Kontrolle verloren haben, auf den Betrunkenen eingeschlagen haben. Als er ihm mit dem Gesicht zuerst gegen die Tür schlug, brach das Opfer bewusstlos und blutend zusammen, so die Zeugenaussage.

Passagiere riefen die Polizei, nachdem die Securities den bewusstlosen Mann dann an einem Bahnhof auf den Bahnsteig warfen, ihn einfach in der Kälte liegen lassen wollten.

Fahrgäste sollen die Türen blockiert haben, um die Weiterfahrt des Zuges zu stoppen. Der Polizei liegt eine Anzeige wegen Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung vor. Die Deutsche Bahn erklärte gegenüber der Huffington Post: "Der genaue Ablauf ist Gegenstand behördlicher Ermittlungen. Die Sicherheitskraft, ein Mitarbeiter eines beauftragten externen Dienstleisters, wird bis zur Aufklärung nicht weiter für die Deutsche Bahn AG eingesetzt."

Ein Bahnsprecher erklärte: "Unsere Sicherheitskräfte sollen Sicherheit geben. Körperlicher Einsatz ist nur im Rahmen der Selbstverteidigung und als Notwehr zulässig. Jede Form von Gewalt verurteilen wir scharf und wird von uns nicht geduldet."