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16/01/2017 18:00 CET | Aktualisiert 17/01/2017 03:45 CET

US-Außenminister Kerry watscht Trump für Merkel-Kritik ab

John Kerry ermahnt Donald Trump - mit dem gehobenen Zeigefinger
POOL New / Reuters
John Kerry ermahnt Donald Trump - mit dem gehobenen Zeigefinger

Der künftige US-Präsident Donald Trump lobte zwar Kanzlerin Angela Merkel im Interview mit der "Bild". So bezeichnete er sie als "großartige, großartige Anführerin".

Doch andererseits kritisiert er ihre Flüchtlingspolitik als "katastrophal". Der US-Außenminister John Kerry bezeichnete die Kritik von Trump an Merkel als "unangebracht".

Für einen gewählten US-Präsidenten gehöre es sich nicht, "sich in die Politik anderer Länder einzuschalten". Das sagte Kerry am Montag bei dem TV-Sender CNN. Denn: Ab der Amtseinführung am Freitag sei Trump schließlich für das transatlantische Verhältnis verantwortlich, erinnerte Kerry.

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Es sei größte Vorsicht dabei angebracht, zu suggerieren, dass eine der stärksten und wichtigsten Führungspersönlichkeiten Europas "diesen oder jenen Fehler gemacht hat", erklärte der Noch-Außenminister weiter.

Laut Kerry sei Merkel "äußerst" mutig gewesen, als sie ihre Flüchtlingspolitik durchgesetzt habe. Deshalb träfen Trumps Äußerungen über die Kanzlerin nicht zu.

(bp)