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14/01/2017 10:01 CET | Aktualisiert 14/01/2017 11:22 CET

Umstrittener Autor und Ex-"FAZ"-Journalist Udo Ulfkotte ist tot

Umstrittener Autor und Ex-"FAZ"-Journalist Udo Ulfkotte ist tot
Udo Ulfkotte
Umstrittener Autor und Ex-"FAZ"-Journalist Udo Ulfkotte ist tot

  • Der umstrittene Buchautor und Publizist Udo Ulfkotte ist gestorben

  • Ulfkotte ist mit 56 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben

  • Er hatte islamfeindlichen Thesen und seinem Buch "gekaufte Journalisten" für Aufregung gesorgt

Der umstrittene Autor und frühere Journalist der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Udo Ulfkotte, ist tot. Das berichten mehrere Medien, darunter das Medienportal "turi2" und "Spiegel Online". Gegenüber "Spiegel Online" bestätigte Ulfkottes Familie die Meldung.

Der Autor ist im Alter von 56 Jahren am Freitag einem Herzinfarkt erlegen.

Ulfkottes Buch "Gekaufte Journalisten" landete 2015 auf Platz sechs der "Spiegel"-Jahresbestsellerliste Sachbuch. Zuletzt publizierte Ulfkotte Bücher mit kritischen Thesen über Flüchtlinge.

Ulfkotte sprach auf einer Pegida-Veranstaltung über den Islam

Anfang 2015 sprach er auch auf einer Veranstaltung des islamfeindlichen Pegida-Bündnisses in Dresden, was ihm den Vorwurf des Rechtspopulismus einbrachte. Damals sprach er von einer drohenden Islamisierung, als deren Folge in Schulen und Kindergärten bald kein Schweinefleisch mehr gegessen werden dürfe.

Mehr zum Thema: Udo Ulfkotte soll auf AfD-Veranstaltung 15-jährigen Jungsozialisten geschlagen haben

Ulfkotte unterstützte auch inhaltlich die umstrittenen Thesen des früheren Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin zu Migrationsproblemen und Auswüchsen des Islams. Es würden "irrsinnige Summen für bildungsresistente und rückständige Migranten ausgegeben", sagte er 2010 der "Leipziger Volkszeitung". Der Islam sei vor allem eine aggressive Ideologie, "die unter Demokraten in Europa keinen Platz haben darf".

Er schrieb, Journalisten werden unter anderem vom BND kontrolliert

Schon 2003 erschien zum Themenkreis Islam sein Buch "Der Krieg in unseren Städten". In diese Richtung argumentierte auch das Buch "Heiliger Krieg in Europa".

In seinem kontrovers diskutierten Buch "Gekaufte Journalisten" schrieb Ulfkotte, er sei während seiner Tätigkeit für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" korrumpierbar gewesen. Er arbeitete für das Blatt von 1986 bis 2003.

Ulfkotte warf dies in seinem Buch auch seinen Kollegen vor, machte eine gefährliche Nähe zu Elite-Netzwerken aus und behauptete, staatliche Stellen wie der Bundesnachrichtendienst würden die Berichterstattung diktieren.

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