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14/01/2017 15:10 CET | Aktualisiert 15/01/2017 05:13 CET

"Bei der AfD herzlich willkommen": So reagieren Politiker auf Erika Steinbachs CDU-Austritt

  • Die Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach tritt aus der CDU aus

  • Als Grund gibt die umstrittene Politikerin Angela Merkels Politik an

  • Politiker aus allen Lagern reagieren sofort auf den Austritt

  • Weitere Informationen seht ihr oben im Video

Erika Steinbach verlässt die CDU. Die umstrittene Bundestagsabgeordnete, seit mehr als 40 Jahren in der Partei, macht Angela Merkels Politik für ihren Austritt verantwortlich. Sie wirft der Bundeskanzlerin außerdem Rechtsbruch vor.

Natürlich ließen Reaktionen ihrer Polit-Kollegen nicht lange auf sich warten.

AfD-Vize Beatrix von Storch findet Steinbachs Entschluss "Konsequent".

Und macht ihr ein Angebot:

"Liebe Frau Steinbach, konservative Ex-CDU'ler sind in der AfD immer herzlich willkommen."

Was ihr schnell Häme von Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, einbringt:

"Ja voll krass konsequent, so im Wahljahr, Mandat behalten, 12 Jahre brav mitgeschwommen etc."

Denn Steinbach möchte zwar am Sonntag offiziell aus der CDU austreten aber weiterhin als Abgeordnete im Bundestag bleiben.

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Die CDU Hessen, die Parteiheimat von Steinbach, fordert sie auf, das Mandat abzugeben.

"Die Vorwürfe die Erika Steinbach erhebt, sind haltlos und maßlos. Ihr Schritt war jedoch leider absehbar, jetzt haben sich die Verhältnisse geklärt. Es wäre konsequent, wenn sie nun auch ihr Bundestagsmandat niederlegt, das sie über die CDU geholt und der Partei zu verdanken hat", schreibt der Generalsekretär der CDU Hessen Manfred Pentz.

SPD-Parteivize Ralf Stegner sieht den Austritt Steinbachs auch als eine anhaltende Krise der Konservativen:

"Frau Steinbach attackiert Merkel, tritt aus der CDU aus und hofft auf eine starke AfD im nächsten Bundestag. Krise der Konservativen hält an."

Und Linkenvorsitzender Bernd Riexinger hat schon lange auf diese Reaktion gewartet:

"Erika Steinbach verlässt die CDU. Ein längst überfälliger Schritt. Warum die CDU ihre rechte Hetze so lange duldete, ist eine andere Frage."

Auch Arbeitsministerin Andrea Nahles stört sich daran, dass Steinbach ihr Mandat behalten will.

"Fraktion verlassen, aber Mandat bei vollen Bezügen behalten. Klingt fast wie "Die nehmen uns die Jobs weg & kosten nur Geld."

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