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13/01/2017 07:21 CET | Aktualisiert 13/01/2017 08:28 CET

Wegen Abschiebe-Politik: Grüne und CSU fetzen sich auf Twitter

dpa / Twitter

Cem Özdemir , Bundesvorsitzender der Grünen, hat sich am Donnerstagabend die Talkshow von Maybrit Illner angesehen - und sich wohl mächtig über den Auftritt des CSU-Generalsekretärs Andreas Scheuer aufgeregt.

Scheuer hatte in der Sendung die schleppende Abschiebung von Gefährdern moniert. Die CSU habe für diese Problematik schon im letzten Jahr Lösungen vorgeschlagen.

Das veranlasste Özdemir dazu, die CSU in einem Tweet als "verantwortungslos" zu bezeichnen: Die Partei schaffe es seit elf Jahren nicht, Gefährder über Rückführungsabkommen nach Nordafrika zurückzubringen.

Die Antwort der CSU folgte prompt

Sofort reagierte der Twitter-Account der CSU-Landtagsfraktion. Die Grünen hätten doch vor 13 Monaten noch empört abgestritten, das es unter Zuwanderern überhaupt Gefährder gebe.

Auch der Haupt-Twitterkanal der christlich-sozialen Partei reagierte auf Özdemirs Vorwurf - mit einem Gif-Kopfschütteln unter der Zeile "Wenn die Grünen über innere Sicherheit reden...".

Wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen springt Özdemir bei

Die aufgeregten Reaktionen aus dem CSU-Lager riefen Dieter Janecek, den wirtschaftspolitischen Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, auf den Plan. Özdemir habe den bayerischen Christdemokraten wohl ganz schön eingeheizt, anders seien deren nervöse Tweets nicht zu erklären, twitterte der.

Die CSU-Landtagsfraktion wollte das nicht auf sich sitzen lassen: Von eingeheizt könne keine Rede sein, Özdemir drücke sich der CSU gegenüber aber um eine Antwort herum.

Janeceks schnippische Reaktion darauf: "Mimimi".

Cem Özdemirs, Auslöser der zwischenparteilichen Twitter-Fehde, reagierte auf diese mit einem Verweis auf die Vorhaben von Gerd Müller, dem von der CSU gestellten Entwicklungshilfeminister. Der kündigte schon im November vergangenen Jahres einen "Marshall-Plan für Afrika" im Gegenzug für Rücknahmeabkommen mit den Maghreb-Staaten an.

Die CSU, so Özdemir, solle doch bitte auf ihren eigenen Minister hören.

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