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13/01/2017 06:41 CET | Aktualisiert 16/02/2017 09:05 CET

Neue Zahlen zeigen: Zahl der nordafrikanischen Migranten könnte massiv steigen

  • Schon bald könnte eine neue Einwanderungswelle auf Deutschland zukommen

  • Die "ILO" veröffentlichte alarmierende Zahlen über die Arbeitslosigkeit weltweit

  • Im Video oben seht ihr mehr zur Arbeitslosigkeit in Nordafrika

Die deutsche Politik diskutiert über die Abschiebung nordafrikanischer Asylbewerber. Oftmals fehlt diesen der Asylgrund, die Rückführung scheitert aber in vielen Fällen – entweder an mangelnden Dokumenten oder an der fehlenden Bereitschaft der Heimatstaaten, die Flüchtlinge zurückzunehmen.

Noch bevor eine Lösung für die andauernde Problematik gefunden ist, könnte eine neue Einwanderungswelle auf Deutschland zukommen. Zu diesem Schluss kommt ein neuer Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation ILO. Besonders im Fokus: die Staaten Nordafrikas.

Die Sonderorganisation der Vereinten Nationen schreibt: "Globale Unsicherheit und der Mangel an menschenwürdiger Arbeit verstärkt sozialen Unfrieden und die Migrationsbereitschaft in vielen Teilen der Welt.“

Besonders in Schwellenländern soll sich die Jobsituation demnach in den nächsten Jahren weiter verschärfen, was mehr Menschen zur Flucht vor Armut und Elend bewegen könnte.

Viele Afrikaner sind ohne Perspektive auf einen Job

Waren es 2016 143,4 Millionen Arbeitslose in den betroffenen Ländern, soll die Zahl bis 2018 auf 149,2 Millionen steigen. Während die prozentuale Arbeitslosigkeit in Industriestaaten sinkt, soll sie in den Schwellenländern steigen.

In Nordafrika sind 9 Millionen Menschen ohne Arbeit, viele von ihnen ohne Perspektive auf eine baldige Beschäftigung.

Zwar entstehen in Afrika laut ILO in den kommenden Jahren hunderttausende neue Jobs, die Demographie des Kontinents würde aber noch eine erheblich höhere Zahl von Arbeitsstellen erforderlich machen.

Millionen junger Menschen droht in den kommenden Jahren die Arbeitslosigkeit. Einige von ihnen werden sich auf den Weg in Richtung Europa machen, wo die Jobsituation erheblich besser ist.

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(ca)