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13/01/2017 16:31 CET | Aktualisiert 13/01/2017 17:50 CET

Wagenknecht wehrt sich gegen AfD-Vergleich - und schießt gegen Tauber zurück

Sahra Wagenknecht, Linken-Fraktionschefin im Bundestag - hier wie öfters in rot
Michael Gottschalk via Getty Images
Sahra Wagenknecht, Linken-Fraktionschefin im Bundestag - hier wie öfters in rot

In den letzten Landtagswahlen hat die Linke viele Stimmen an die AfD verloren. Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht nahm das zum Anlass, diese rechten Protestwähler wieder zurückgewinnen zu wollen.

Politische Gegner griffen Wagenknecht daraufhin scharf an. So sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber der "Bild am Sonntag": "Sahra Wagenknecht und Frauke Petry sind das doppelte Lottchen des Populismus in Deutschland."

Das Nachrichtenmagazin "Focus" hakte nun nach, wie Wagenknecht mit dieser Unterstellung umgeht.

"Ein grandioses Eigentor!"

"Für Herrn Tauber ist ja offenbar jeder, der nicht seine Chefin Merkel hofiert, in AfD-Verdacht", erklärte sie im "Focus"-Interview. Wagenknecht erinnerte an einen weiteren Vergleich Taubers, wo dieser zwischen FPD-Chef Christian Lindner und AfD-Chef Alexander Gauland Parallelen zog.

"Ein grandioses Eigentor!", freut sich Wagenknecht - ganz ähnlich fielen auch Reaktionen in der Union aus, die Presse sah Tauber bereits "auf der Abschussliste".

Wagenknecht schoss indessen zurück: "Wer wirklich Programme liest, kann nur feststellen: wirtschafts- und sozialpolitisch sind alle Parteien außer der Linken AfD-nah." Aus ihrer Sicht sollte man die AfD nicht zum Referenzpunkt der gesamten Politik erklären.

"Ausschlaggebend muss sein, ob etwas richtig oder falsch ist"

Auf offensichtliche inhaltliche Parallelen zwischen Linken und AfD - Ablehnung der EU und des Euros oder der Globalisierung - reagierte Wagenknecht gereizt: Sie habe das alles bereits kritisiert, "da gab es die AfD noch gar nicht."

"Ausschlaggebend muss doch sein, ob etwas richtig oder falsch ist, und nicht, was die AfD zu diesem oder jenem Thema sagt", so die Linken-Politikerin.

Denn die rechtspopulistische Partei lehnte sie klar ab, "in ihr gibt es Halbnazis und Rassisten".

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