LIFE
13/01/2017 12:47 CET | Aktualisiert 13/01/2017 12:53 CET

Mutter hält mit berührenden Aufnahmen die letzten gemeinsamen Momente ihrer kleinen Zwillinge fest

Mutter hält mit berührenden Aufnahmen die letzten gemeinsamen Momente ihrer kleinen Zwillinge fest.
Lindsay Brown
Mutter hält mit berührenden Aufnahmen die letzten gemeinsamen Momente ihrer kleinen Zwillinge fest.

Am 17. Dezember 2016 wurden Lyndsay und Matthew Brentlinger die stolzen Eltern zweieiiger Zwillinge. Für das Paar aus dem amerikanischen Bundesstaat Ohio kam die Geburt von William und Reagan einem wahren Wunder gleich.

Noch während Lyndsays Schwangerschaft hatten die Ärzte für den kleinen William eine Totgeburt prognostiziert, denn Herz und Lunge des Säuglings hatten sich nicht vollständig entwickelt. Für die beiden Eltern war dies eine schreckliche Nachricht.

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William (links im Bild) und Reagan Brentliger; Credit: Lindsey Brown

Einen Hoffnungsschimmer brachte die Diagnose eines Herzspezialisten. Es gäbe zwar eine Chance, dass das Kind lebend zur Welt kommen würde, doch die Zeit sei begrenzt.

Ob es sich um Stunden, Tage oder Wochen handle, könne man nicht sagen.

Schließlich folgte die Geburt. "Ich war so glücklich als ich Will zur Welt brachte und sah, dass sein Gesundheitszustand stabil war", so Lyndsay gegenüber der Huffington Post. "Doch ich hatte auch Angst davor, ihn wieder zu verlieren."

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William Brentliger; Credit: Lindsey Brown

Daraufhin entschied sich die junge Familie dazu, sich an Williams Leben so lange wie möglich zu erfreuen. "Wir kuschelten ihn an uns, lasen ihm vor – wir verbrachten so viel Zeit wie möglich mit ihm", erzählt die Mutter.

Mandy Edwards, eine enge Freundin der Familie, wollte dazu beitragen, diesen besonderen Moment zu bewahren. Und sie wollte den Brentlingers ein besonderes Geschenk machen.

Sie fragte bei einer Fotografin, die sie aus den sozialen Netzwerken kannte nach, schilderte ihr die Situation und bat um einen kurzfristigen Termin.

Trotz einem vollen Terminkalender, sagte die Fotografin Lindsay Brown zu. „Ich musste es einfach tun“, so Brown. "Wer ein Herz hat, kann so etwas nicht absagen." Im Wissen darüber, dass sie nicht viel Zeit haben würde, fuhr die Fotografin am 20. Dezember zu den Brentlingers und fotografierte sie zusammen mit ihren Neugeborenen.

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Die Eltern mit William; Credit: Lindsey Brown

"Die beiden Eltern zählen für mich zu den stärksten Menschen denen ich jemals begegnet bin", so Brown gegenüber der Huffington Post.

"Sie behandelten beide Kinder so, als wäre nichts. Das war wirklich sehr berührend.“ Zudem sagt Brown, dass die Zwillinge wirklich phantastische Foto-Modelle waren.

"Niemand hätte William angemerkt, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist", gibt Brown zu. "Er war so friedlich und still.

Er schaute im Zimmer umher, glotzte alles und jeden mit großen Augen an. Als würde er versuchen so viel wie möglich in sich aufzunehmen."

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Credit: Lindsey Brown

Am Ende des kurzen Fotoshootings saßen Fotografin und Eltern noch beisammen, weinten zusammen und gingen dann wieder getrennte Wege.

William verbrachte das Weihnachtsfest mit seiner ihn so innig liebenden Familie.

Am 28. Dezember starb William. Er wurde nur 11 Tage alt.

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Die Eltern halten glücklich die Zwillinge in ihren Armen; Credit: Lindsey Brown

Die Fotos von Brown bezeichnet die Mutter als eine der "wertvollsten Dinge in ihrem Leben". Denn die Erinnerung an ihren Sohn lebt in den Bildern der Fotografin weiter.

Sie bewahrt sie sich in einem Medaillon auf, das Matthew ihr zu Weihnachten geschenkt hat.

"Wenn Raegan älter ist, werde ich ihr die Fotos geben", sagt Lyndsay. "Ich werde ihr dann von ihrem Bruder erzählen, der jetzt als Engel im Himmel über sie wacht."

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Credit: Lindsey Brown

Dieser Text erschien ursprünglich in der Huffington Post USA und wurde von Maximilian Marquardt aus dem Englischen übersetzt.

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(lk)