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13/01/2017 10:53 CET | Aktualisiert 13/01/2017 10:54 CET

Twitter-Tirade zum Frühstück: Trump rechnet mit seinen politischen Gegnern ab

Der künftige Präsident der USA, Donald Trump
Lucas Jackson / Reuters
Der künftige Präsident der USA, Donald Trump

Donald Trump hat in den frühen New Yorker Morgenstunden (gegen 12 Uhr MEZ) zum Handy gegriffen und zu einer seiner berüchtigten Twitter-Tiraden angesetzt.

Er reagierte damit vor allem auf die zuletzt veröffentlichten Berichte über seine vermeintlich engen Beziehungen zum Kreml sowie seine mutmaßliche sexuellen Eskapaden in Moskau und St. Petersburg.

"Wie sich jetzt herausstellt, wurden all diese verlogenen Anschuldigungen gegen mich von meinen politischen Gegenspielern und einem gescheiterten Spion, der Angst davor hat verklagt zu werden, zusammengetragen", postete der zukünftige Präsident der USA.

Im folgenden Tweet wetterte Trump gegen die "widerlichen politischen Funktionäre" - sowohl unter den Demokraten, als auch den Republikanern -, deren "absolut erfundene Fakten" nichts als Fake News seien. Der Milliardär verwies darauf, dass Russland das Vorhandensein von belastendem Material gegen ihn dementiere.

Trump kündigt Wahrheit über Hacking-Skandal an

Der bloßstellende Report über ihn sei wahrscheinlich von Geheimdienstlern im Bewusstsein veröffentlicht worden, dass es keine Beweise gebe, twitterte Trump weiter. Er kündigte an, dass seine Leute "die Wahrheit über das Hacking in 90 Tagen haben werden."

Erneute Attacken gegen Hillary Clinton

In der Folge ging Trump zum erneuten Angriff auf seine Wahlkampf-Rivalin Hillary Clinton über.

Das Justizministerium der USA hatte am Donnerstag angekündigt, die polizeiliche Handhabe der E-Mail-Affäre der Demokratin kritisch zu untersuchen. FBI-Direktor James B. Comey hatte möglicherweise Einfluss auf den Wahlausgang genommen, indem er kurz vor dem Urnengang neue Erkenntnisse in dem Fall angekündigte - nur, um ein paar Tage später wieder zurückzurudern.

Donald Trump nahm die Ankündigung des Justizministeriums zum Anlass, die Aufregung über das FBI auf demokratischer Seite energisch zurückzuweisen. Gemäß den Informationen, die die US-Bundespolizei gehabt habe, hätte Clinton "niemals erlaubt werden dürfen, zu kandidieren." Die Demokratin sei "verdammt schuldig". Das FBI sei "sehr nett" zu ihr gewesen.

Britischer Ex-Botschafter in Trump-Skandal involviert

Die britische Zeitung "Independent" berichtet derweil, dass der ehemalige Botschafter Großbritanniens in Russland, Sir Andrew Wood, eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung des Geheimdienst-Dossiers über Trumps Beziehungen zu Russland gespielt hat.

Wood bestätigte der Zeitung, sich im November 2016 mit dem US-Senator John McCain auf einer Konferenz in Kanada getroffen und mit ihm über Trumps Russland-Verbindungen gesprochen zu haben. McCain hatte im Nachgang dieser Konferenz das Dossier über Trump an das FBI weitergeleitet.

Dem "Independent" sagte Wood über das Treffen mit McCain: "Wir sprachen auch darüber, inwieweit sich Mr. Trump in einer Position befinden könnte, in der es einen Versuch der Erpressung durch kompromittierendes Material der Russen geben könnte, sowie über Behauptungen über die Existenz von Audio- und Videoaufnahmen."

Ob der Report, den Trump angekündigt hat, Klarheit in die Sache bringt, bleibt abzuwarten.

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(Ben)