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12/01/2017 13:50 CET | Aktualisiert 12/01/2017 14:05 CET

Wichtiges Signal? Martin Schulz nimmt an rot-rot-grünen Gesprächen teil

Martin Schulz, noch EU-Parlamentspräsident und möglicher SPD-Kanzlerkandidat, vor rotem Hintergrund - fehlt noch grün
Fabian Bimmer / Reuters
Martin Schulz, noch EU-Parlamentspräsident und möglicher SPD-Kanzlerkandidat, vor rotem Hintergrund - fehlt noch grün

Der Europapolitiker Martin Schulz schaltet sich in die Bemühungen ein, die Chancen eines rot-rot-grünen Bündnisses auf Bundesebene auszuloten.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" soll Schulz am 24. Januar an einem Treffen von Politikern aller drei Parteien teilnehmen, bei dem es laut Einladung um "einen offenen Austausch mit der Betonung des Gemeinsamen" gehen soll.

Neben Schulz sollen Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und die Grünen-Europapolitikerin Ska Keller als prominente Gäste an dem "Trialog für eine progressive Politik" teilnehmen.

Bereits drittes R2G-Treffen

Es ist die dritte Zusammenkunft dieser Art, nachdem sich Politiker von SPD, Linken und Grünen bereits im vergangenen Jahr zweimal in großer Runde ausgetauscht hatten.

Das erste Treffen hatte SPD-Chef Sigmar Gabriel aufgewertet, indem er im Oktober zum Auftakt der Gesprächsrunde im Bundestag erschienen war und sich dazugesetzt hatte.

Mit Martin Schulz schaltet sich nun ein weiterer der potenziellen SPD-Kanzlerkandidaten in die rot-rot-grünen Lockerungsübungen ein. Anders als Gabriel, wird er nicht als kurzzeitiger Überraschungsgast auftauchen, sondern soll als offiziell angekündigter Diskussionsteilnehmer erscheinen – in der Woche vor jener Vorstandsklausur, bei der die SPD ihren Kanzlerkandidaten präsentieren will.

Schlechte Umfragewerte für Rot-Rot-Grün

Seine Teilnahme an der rot-rot-grünen Runde wird in Parteikreisen nun als Signal interpretiert, dass ein solches Bündnis auch mit ihm nicht ausgeschlossen wäre.

Demoskopisch sieht es derzeit allerdings nicht gut für Rot-Rot-Grün aus. In jüngsten Umfragen waren die drei Parteien zusammen kaum stärker als die Union allein.

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(cho)