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12/01/2017 11:29 CET | Aktualisiert 12/01/2017 11:55 CET

Intimrasur mit Ausblick? Beautysalon-Besitzerin stellt österreichische Behörde bloß

Wer möchte eine Intimrasur mit Ausblick? Die Besitzerin eines Wiener Beautysalons postete dieses ironische Angebot auf Facebook.

Nachdem Mitarbeiter des österreichischen Arbeitsinspektorats ihren Salon besucht hatten, bemängelten diese, dass in den Behandlungsräumen kein “Sichtkontakt ins Freie” bestehe. Nur: Aus dem Schaufenster des Salons kann man nicht nur heraussehen, sondern auch hinein.

Immerhin gehört die Enthaarung im Intimbereich nicht zu den angenehmsten Behandlungen im Beauty-Salon - und man möchte bei der Prozedur bestimmt keine ungebetenen Zuschauer haben.

Über diese Auflage machte sich die Salonbesitzerin auf Facebook lustig:

Unter das Bild schreibt sie:

"Sehr geehrtes Arbeitsinspektorat,

vielen Dank für Ihren Besuch in unserem Salon. Wir erfüllen hiermit Ihre Anordnung, wonach Intim-Enthaarungen nur in Räumen mit Fenstern ins Freie durchgeführt werden dürfen. Ich meinte zwar bisher, dass bei der Intim-Enthaarung ein diskreter Behandlungsraum ohne Zuschauer im Interesse unserer Kunden sei, aber Sie wissen es offenbar besser.

Ihrem Wunsch komme ich hiermit nach und biete ab heute Brazilian Waxing in der Auslage mit "Sichtkontakt ins Freie" an, ganz wie Sie es wollten. Für Sie haben wir uns auch eine ganz besondere Aktion ausgedacht: die ersten 10 ArbeitsinspektorInnen, die mir beweisen, dass ich offenbar zu prüde bin, um diese Anordnung zu verstehen, und die zu einem Intim-Waxing in der Auslage bei uns heute vorbeikommen, erhalten ein Pofalten-Waxing gratis dazu!

Zeigen Sie jetzt genau den Mut, den Sie beim Verfassen dieser Weisung an mich hatten, und kommen Sie uns auf ein behördenkonformes Intimwaxing mit Sicht ins Freie besuchen!

Ich freue mich auf Ihr Kommen!"

Nachdem der Post der Kosmetikerin in den sozialen Medien in kurzer Zeit über 7.000 Mal geteilt und mehr als 27.000 Mal geliked wurde, lässt auch eine Reaktion der zuständigen Behörde nicht lange auf sich warten.

In diesem Fall habe das Arbeitsinspektorat ein "chaotisches Gesamtbild" festgestellt, erklärte die Behörde gegenüber der österreichischen Tageszeitung "Die Presse".

Bei dem "fehlenden Sichtkontakt ins Freie" gehe es laut Christoph Ertl, Pressesprecher des Sozialministeriums, um die Arbeitsräume im ersten Stock des Salons. "Kein Mensch will, dass in der Auslage gearbeitet wird", sagte er. Ertl ist der Meinung, die Aktion von Wagner sei zum Mediengag missbraucht worden.

Die Salonbesitzerin sieht das anders. Sie habe nichts zu verstecken - sie wolle einfach nur die vermeintlich kuriosen Auflagen diskutieren.

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(lm)