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12/01/2017 14:47 CET

Erneuter Abgasskandal: USA klagen Fiat Chrysler wegen Betrugs an

Automodelle von Fiat Chrysler auf einer Fabrikausstellung
Reuters
Automodelle von Fiat Chrysler auf einer Fabrikausstellung

Die USA haben den Autohersteller Fiat Chrysler wegen Betrugs angeklagt. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Agency France-Presse". Zuvor hatte Händlern zufolge die US-Umweltbehörde EPA den Autobauer beschuldigt, Manipulations-Software in rund 100.000 Diesel-Autos eingesetzt zu haben.

Im Laufe des Donnerstags brachen deshalb die Aktien von Fiat Chrysler in New York um rund 15 Prozent ein. Die EPA hatte für 17.00 Uhr (MEZ) eine Mitteilung zu einem "bedeutenden" Autobauer angekündigt. Daraufhin waren weltweit Branchenwerte unter Druck geraten.

In ihrem Statement wirft die US-Amerikanische Umweltbehörde Fiat Chrysler vor, das Bundesgesetz zur Reinhaltung der Luft (Clean Air Act) gebrochen zu haben.

EPA deckte auch VW-Abgasskandal auf

"Eine Software zu verheimlichen, die die Emission von Fahrzeug-Motoren beeinflusst, ist eine schwere Verletzung des Gesetzes", wird Cynthia Giles, die stellvertretende Koordinatorin des Compliance-Büros der EPA, zitiert. "Alle Autohersteller müssen nach den gleichen Regeln spielen, und wir werden weiterhin Unternehmen zur Verantwortung ziehen, die sich im Wettbewerb einen unfairen und illegalen Vorteil verschaffen."

Die EPA spielte eine zentrale Rolle beim Bekanntwerden des Abgasskandals bei Volkswagen im September 2015. VW hatte sich erst am Dienstag auf eine milliardenschwere Einigung mit den US-Behörden eingelassen.

(mf)