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12/01/2017 11:09 CET | Aktualisiert 12/01/2017 12:56 CET

Neue Enthüllungen über Trump: BBC-Korrespondent spricht von mehreren Sex-Videos

The Washington Post via Getty Images
Donald Trump

  • Neue Enthüllungen belasten den künftigen US-Präsidenten Donald Trump

  • Ein BBC-Journalist berichtet von mehreren Sex-Tapes in Zusammenhang mit Trump

  • Ob die Aufnahmen tatsächlich existieren ist aber umstritten

Der vermeintliche Sex-Skandal um Donald Trump weitet sich aus.

Zunächst war von CNN und dem US-Nachrichtenportal "Buzzfeed" ein unbestätigtes Geheim-Dossier publiziert worden, in dem behauptet wird, dass Russland belastendes Material über Trump gesammelt habe.

Neben Trumps engen Beziehungen zum Kreml ging es darin auch um mögliche Sex-Videos und Urin-Spiele im Moskauer Ritz Carlton Hotel.

Jetzt hat sich der Washington-Korrespondent der BBC, Paul Wood, zu dem Fall zu Wort gemeldet. Seine Aussagen belasten Trump jetzt zusätzlich.

Darum geht es:

Wood behauptet, schon im Sommer letzten Jahres Informationen über ein kompromittierendes Trump-Dossier der russischen Geheimdienste erhalten zu haben - Informationen, laut denen es mehr als nur ein Sex-Video mit Trumps Beteiligung gibt.

Material "sexueller Natur" aus Moskau und St. Petersburg

Gemäß Wood ist der angebliche Autor des von CNN und "Buzzfeed" enthüllten Reports, ein ehemaliger britischer MI6-Agent, nicht die einzige Quelle, die etwas vom kompromittierenden Material der russischen Regierung über Donald Trump weiß.

Schon im August 2016 ist Wood nach eigener Aussage von einem "Spion im Ruhestand" über die Existenz des Materials in Kenntnis gesetzt worden. Der Spion habe seine Informationen vom Leiter eines osteuropäischen Geheimdienstes.

Später habe Wood über Zwischenmänner von aktiven CIA-Agenten erfahren, dass es "mehr als ein Tape" sexuellen Inhalts, "Audio und Video", an "mehr als einem Datum" und "mehr als einem Ort" gebe.

Dem BBC-Journalisten zufolge stammt das erste angebliche Sex-Tape - in dem Trump Prostituierte angewiesen haben soll, im Ritz Carlton Hotel auf ein zuvor von den Obamas benutztes Bett zu urinieren - aus dem November 2013.

Trump war zu dieser Zeit tatsächlich in Moskau, zu Besuch bei der Wahl zur Miss Universe.

Bei einem zweiten Video soll es sich laut Woods Informanten um Aufnahmen von sexuellen Handlungen Trumps in St. Petersburg handeln. Von diesen ist auch in dem Geheim-Dossier die Rede, das vor zwei Tagen öffentlich wurde.

CIA hält Berichte über belastendes Dossier für "glaubwürdig"

Derweil gibt es weiter Streit um die Authentizität des Berichts über Trump.

Woods Quellen aus der CIA halten den Bericht für "glaubwürdig". Der BBC-Korrespondent verweist jedoch auch auf einen aktiven russischen Geheimagenten, der einem Kontaktmann von Wood gegenüber die Berichte über ein Trump-Dossier als "absoluten Quatsch" bezeichnet.

Donald Trump selbst hatte auf die Anschuldigungen gestern empört und mit einem Nazi-Vergleich reagiert.

Auf einer wirren Pressekonferenz attackierte er die Medien, die über den möglichen Skandal berichteten. Er sprach von einem "Haufen Müll".

Gestern erhielt der zukünftige US-Präsident Beistand vom Nationalen Geheimdienstdirektor (DNI) der USA, James R. Clapper.

In einem offiziellen Statement sprach dieser seinen Missfallen über die Veröffentlichung des Geheim-Reports über Trumps Verbindungen und angeblichen Aktivitäten zu Russland aus. Der Bericht sei kein Produkt der US-Geheimdienste und gefährde die nationale Sicherheit.

Clappers Pressemitteilung enthält jedoch ausdrücklich keine Bewertungen über die Glaubwürdigkeit des geleakten Dokuments.

Derweil wird Christopher Steele, eben jener MI6-Agent, der das 35-seitige Trump-Dossier erstellte, von ehemaligen Geheimdienst-Kollegen als "erfahrener und hochangesehener Profi" eingeschätzt. Das berichtet nun der "Guardian".

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