POLITIK
10/01/2017 22:27 CET | Aktualisiert 11/01/2017 03:29 CET

Donald Trump: Russen sollen ihn gefilmt haben, wie er Prostituierte auf Obamas Bett urinieren ließ

Mike Segar / Reuters
U.S. President-elect Donald Trump reacts to questions from reporters in the lobby at Trump Tower in New York, U.S., January 9, 2017. REUTERS/Mike Segar

  • Die US-Geheimdienstchefs warnen Trump, dass Russland ihn erpressen könnte

  • Russische Spione sollen "perversen sexuellen Akte" gefilmt haben, bei denen Trump beteiligt waren

  • Konkret wird ein Vorfall im Moskauer Ritz Carlton im Jahr 2013 erwähnt

Die Spitzen der amerikanischen Geheimdienste haben den designierten US-Präsidenten Donald Trump gewarnt, dass russische Spione möglicherweise belastendes Material gegen ihn gesammelt haben könnten, das geeignet sei, ihn zu erpressen.

Das Material soll sowohl Informationen finanzieller als auch privater Natur enthalten.

Das berichten der Sender CNN und das Nachrichtenportal "Buzzfeed".

Die Vorwürfe wurden in einer zweiseitigen Zusammenfassung festgehalten, die einem 35-seitigen Bericht über russische Hackerangriffe während des US-Wahlkampfes angehängt wurde.

Das Schreiben wurde von den Chefs der US-Geheimdienste, Geheimdienstkoordinator James Clapper, FBI Direktor James Comey, CIA Direktor John Brennan und NSA Director Admiral Mike Rogers, vergangene Woche sowohl Barack Obama als auch seinem Nachfolger Trump vorgelegt.

Die Informationen stammen nach CNN-Angaben zum großen Teil von einem früheren britischen Geheimdienstmitarbeiter, der von den US-Geheimdiensten als glaubwürdig eingestuft wird.

Der Grund, warum die zweiseitige Zusammenfassung an Trump und Obama weitergeleitet wurde, sei der Wunsch gewesen, den kommenden US-Präsidenten darauf aufmerksam zu machen, dass solche Vorwürfe gegen ihn im Umlauf sind, sagten Mitglieder des Kongresses und Regierungsvertreter in Washington gegenüber CNN.

Während CNN keine Details nennt, hat "Buzzfeed" das komplette Dokument veröffentlicht.

Demnach soll Russland auf Betreiben Wladimir Putins Trump seit fünf Jahren umworben haben. Ihm seien lukrative Immobilien-Geschäfte angeboten worden, die dieser allerdings ablehnte.

Trump habe jedoch regelmäßig Informationen aus russischen Quellen über seine politischen Gegner bei den Demokraten angenommen.

Außerdem soll der russische Geheimdienst FSB Informationen über Trump haben, die es ihm ermöglichen würden, ihn zu erpressen. "Nach Angaben verschiedener gutinformierter Quellen soll sein Verhalten in Moskau perverse sexuelle Akte umfasst haben, die vom FSB arrangiert/überwacht wurden", heißt es in dem Schreiben.

trump

Konkret wird in dem Schreiben behauptet, dass Trump 2013 in Moskau in der Präsidentensuite des Ritz Carlton eine Gruppe Prostituierte auf das Bett urinieren ließ, in dem zuvor US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle geschlafen hatten. In dem Dokument ist von einer "goldenen Dusche" die Rede. Das Hotelzimmer soll dabei vom FSB mit Kameras und Mikrophonen überwacht worden sein.

golden shower

Bisher wollten sich weder das FBI noch der Geheimdienstkoordinator James Clapper zu den Informationen äußern. Trump selbst reagiert allerdings auf Twitter. Er nannte die Vorwürfe "Falsche Nachrichten" und sprach von einer "politischen Hexenjagd".

Über das Dossier und ein mögliches "Trump Sex Tape" im Besitz russischer Spione hatte die Nachrichtenseite "Mother Jones" bereits im Oktober letzten Jahres berichtet.

Wie glaubwürdig die darin enthaltenen Informationen sind, ist noch unklar. Nach Angaben von CNN wurden sie zunächst von Trumps Gegnern bei den Republikanern und später bei den Demokraten zusammengetragen.

Der Schritt der Geheimdienstchefs zeigt aber, dass sie dem Papier nun mehr Bedeutung zumessen. CNN berichtet, die US-Geheimdienste hätten den britischen Informanten und sein Netzwerk in Europa überprüft und hätten seine Quellen für glaubwürdig genug befunden, um die Informationen dem Präsidenten und dem kommenden Präsidenten vorzulegen.

"Buzzfeed" dagegen nennt die Informationen "unbestätigte und potentiell unbestätigbare Vorwürfe" gegen Trump.

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(ben)