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11/01/2017 08:08 CET | Aktualisiert 11/01/2017 08:21 CET

O2 macht verhängnisvollen Fehler - und bestraft Kunden mit einer Rechnung über 28.000 Euro

Experten und Politiker diskutieren seit Jahren darüber, Roaming-Gebühren abzuschaffen.

Damit Mobilfunk-Kunden keine böse Überraschung erleben, wenn sie im Ausland telefonieren oder dort das mobile Datennetz nutzen.

Sascha K. war das Risiko, in die Datenfalle zu tappen, zu hoch - vor seiner Reise in die Niederlande schloss er extra einen Vertrag beim Netzanbieter O2 ab. Dieser sollte ihn vor hohen Kosten schützen. Doch als der Familienvater von seiner Reise zurück war, kam der Schock: Das Telefon-Unternehmen hatte 28.510,46 Euro von seinem Konto abgebucht.

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"Ich hatte schlaflose Nächte"

"Ich war schockiert. Fast 30.000 Euro! Ich hatte diverse schlaflose Nächte", erzählte er dem NDR-Magazin "Markt".

Ihm war klar: "Das konnte nur ein Fehler sein, doch dann war das Geld schon abgebucht." Erklären konnte sich K. die hohe Rechnung nicht. Immerhin schrieb ihm O2 kurz nach dem Grenzübertritt nach Holland eine SMS, in der der Mobilfunkanbieter versichert, dass keine weiteren Kosten für K. anfallen würden.

Doch bereits am Anreisetag wurde ihm ein Betrag von 500 Euro in Rechnung gestellt, am Tag darauf waren es schon 6225 Euro.

K. rief bei der Kundenhotline von O2 an - ihm wurde gesagt, er solle sich keine Gedanken machen, er würde eine Gutschrift erhalten. Ein paar Tage später wird das Geld dennoch von seinem Konto abgebucht.

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Technische Störung war der Auslöser

Das Magazin "Markt" hakte bei O2 nach. Die Antwort fiel knapp aus: "In diesem Fall handelt es sich um einen individuellen Buchungsfehler, den wir inzwischen korrigiert haben." Eine technische Störung soll für die Handyrechnung von knapp 30.000 Euro verantwortlich gewesen sein.

Sascha K. und seine Frau erhielten mittlerweile eine Entschädigung: O2 erlässt dem Paar für zwei Monate die Grundgebühr.

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(ben)