LIFESTYLE
10/01/2017 12:09 CET | Aktualisiert 11/01/2017 05:43 CET

Dieser Mann wurde gefeuert, weil er zur Geburt seines Sohnes fuhr - jetzt wollen ihn unzählige Firmen einstellen

Der erste Tag im neuen Jahr war für Lamar Austin ziemlich abenteuerlich. Der 30-Jährige freute sich am 1. Januar über die Geburt seines Sohnes - und wurde am selben Tag gefeuert (auch im Video oben).

Aber dank einiger Wohltäter sieht es für den hingebungsvollen Vater jetzt trotzdem ganz gut aus.

Austin wollte seiner Frau bei der Geburt beistehen

Am 31. Dezember bekam Austins Ehefrau Lindsay die ersten Wehen. Er entschied, während der Geburt ihres Sohnes Caiman an ihrer Seite zu bleiben. Caiman kam als erstes Kind im neuen Jahr in Concord, einer Stadt im US-Bundesstaat Massachusetts, zur Welt.

Um seiner Frau in dieser Zeit beizustehen, konnte Austin zwei Tage lang nicht seinem Job als Wachmann in Teilzeit für seinen Arbeitgeber Salerno Protective Services nachgehen.

"Ich dachte, ich tue einfach das, was für meine Familie das Richtige ist - das ist alles", sagte er der "Huffington Post USA".

"Ich dachte, ich tue einfach das, was für meine Familie das Richtige ist - das ist alles"

Austin erhält seit der Kündigung Jobangebote

Austin, ein Militär-Veteran und vierfacher Vater, hatte den Job gerade erst begonnen und war noch in der 90-tägigen Probezeit. Obwohl er zu all seinen vorherigen Schichten erschienen war, erhielt er am 1. Januar um ein Uhr morgens eine Nachricht, dass er wegen seiner Abwesenheit gekündigt sei.

"Ich sah die Nachricht und dachte mir: 'Wow. Okay, cool'. Das war's erstmal", sagte er der Huffington Post und betonte, dass er einfach durch seine Frau und seinen Sohn, der um 07:44 geboren wurde, zu abgelenkt gewesen sei.

Als die Zeitung "The Concord Monitor" darüber berichtete, dass Austin seinen Job für seine Familie geopfert habe, wurde der Vater mit Freundlichkeit überschüttet.

Er sagte der Huffington Post, dass sein Email-Fach seitdem mit Jobangeboten überquelle. Austin hat auch schon ein Auge auf ein spezielles Angebot geworfen.

Eine Fremde sammelte für die Familie 6.000 Dollar

Denis Beaudoin, ein Manager der Gewerkschaft "International Brotherhood of Electronical Workers" in Concord, hatte Austin ein Bewerbungsgespräch für eine Ausbildung angeboten, nachdem er seine Geschichte im "Concord Monitor" gelesen habe.

"Das ist das Angebot, das ich gerne annehmen würde", sagte er der Huffington Post.

Austin bekommt in dieser Zeit auch finanzielle Hilfe - dank der Freundlichkeit von Fremden.

Sara Persechino, ehemaliges Stadtratsmitglied und Befürworterin einer Elternzeit, war gerührt von Austins Geschichte. "Ich finde nicht, dass man jemanden in die Lage bringen sollte, zwischen Familie und Job wählen zu müssen", sagte sie dem "Concord Monitor". Sie richtete einen Spendenaufruf bei "GoFundMe" für die Familie ein und konnte so schon über 6.000 Dollar sammeln.

Austin sagte, dass er nichts bereue. Er weigert sich auch, das Armband abzulegen, das er in der Notaufnahme des Krankenhauses erhalten hatte. Der stolze Vater und Ehemann sagte, dass er es weiterhin tragen wolle - als Andenken an den besonderen Tag, an dem sein Sohn geboren wurde.

"Ich trage es, bis es nicht mehr geht", sagte er.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Huffington Post USA und wurde von Lisa Mayerhofer aus dem Englischen übersetzt.

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(ks)