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10/01/2017 07:26 CET | Aktualisiert 10/01/2017 12:56 CET

Feuerwehr rettet Baby per Telefon das Leben, als es nicht mehr atmet

Image taken by Mayte Torres via Getty Images
Drei Tage altes Baby atmet nicht mehr - Feuerwehr rettet Kind per Telefon (Symbolbild)

Es müssen die schlimmsten Minuten für eine junge Mutter am Montagabend in Düsseldorf gewesen sein: Ihr drei Tage altes Baby atmet nicht mehr. "Es ist ganz blau im Gesicht", sagt die 33-Jährige der Feuerwehr.

Diese hatte sie in ihrer Verzweiflung angerufen - und rettet damit ihrem Säugling wohl das Leben. Denn der Mann in der Leitstelle ist Notfallsanitäter.

Er erkennt sofort die Notlage und gibt der Frau am Telefon Anweisungen. Schritt für Schritt, wie die Stadt Düsseldorf berichtet.

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Feuerwehrmann beginnt die Telefonreanimation

Nachdem sie an ihrem Telefon den Lautsprecher angeschaltet hat, soll die Mutter ihr Baby mit dem Rücken auf einen Tisch legen.

Dann beginnt die Reanimation: "Umschließen Sie mit Ihrem Mund den Mund und die Nase des Babys und blasen Sie fünf Mal vorsichtig Luft hinein bis sich der Brustkorb hebt", erklärt ihr der Mann am Telefon.

Die Mutter befolgt die Anweisungen, beamtet so ihr Baby.

"Atmet das Kind wieder?", fragt der Sanitäter.

"Nein, aber eine Hand bewegt sich", antwortete die junge Frau. Gemeinsam mit dem Feuerwehrmann am Telefon überwacht sie den Zustand ihres Kind.

Als der Notarzt, den die Leitstelle unterdessen alarmiert hat, ankommt, atmet das kleine Kind bereits wieder selbstständig. Und das dank seiner eigenen Mutter.

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Durch ihr schnelles Handeln rettet die Mutter ihr Baby

Das betont auch die Stadt Düsseldorf: "Durch das richtige und schnelle Handeln der Mutter, sowie durch die professionellen Anweisungen des erfahrenen Leitstellendisponenten, konnte das Leben des drei Tage alten Babys gerettet werden."

Derzeit wird der Säugling in einer Kinderklinik betreut. Er befindet sich der Stadt zufolge nicht in Lebensgefahr.

Die Telefonreanimation gehört in Düsseldorf übrigens zu Schulung der Leitstellendisponenten. Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst und die Leitstellenführung haben dies dem Bericht der Stadt zufolge erarbeitet.

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(mf)