POLITIK
09/01/2017 12:41 CET

YouGov-Umfrage: Fast jeder zweite Deutsche fürchtet sich vor Russland (EXKLUSIV)

Russian President Vladimir Putin speaks during his annual end-of-year news conference in Moscow, Russia, December 23, 2016.  REUTERS/Sergei Karpukhin
Sergei Karpukhin / Reuters
Russian President Vladimir Putin speaks during his annual end-of-year news conference in Moscow, Russia, December 23, 2016. REUTERS/Sergei Karpukhin

  • Fast jeder zweite Deutsche sieht Russland als Bedrohung

  • Besonders groß ist die Furcht in den alten Bundesländern

  • Eine Mehrheit fürchtet sich, dass Putins Hackerarmee den Bundestagswahlkampf beeinflussen könnte

Hackerangriffe in den USA, Muskelspiele an Europas Grenzen, eine beunruhigende Freundschaft mit dem kommenden US-Präsidenten Donald Trump: Fast die Hälfte aller Deutschen fühlen sich durch Russland bedroht.

Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Huffington Post hervor, an der 2064 Befragte teilnahmen. Auf die Frage, ob Russland für Europa in den vergangenen Monaten zur Bedrohung geworden ist, antworteten 49 Prozent mit "Ja". 37 Prozent stimmten der Aussage nicht zu, 14 Prozent konnten sich zu der Frage nicht äußern.

Die Angst vor Putin ist dabei in Westdeutschland deutlich größer als im Osten. Während in den neuen Bundesländern nur 42 Prozenten Russland als bedrohlich empfinden, waren es in den alten Bundesländern 51 Prozent.

Fast jeder Zweite fürchtet Hackerangriffe im Wahlkampf

Als Bedrohung empfinden viele Deutsche, dass Russland im Bundestagswahlkampf mitmischen könnte.

Die USA beschuldigen das Land, den Präsidentschaftswahlkampf durch Hackerangriffe auf Clintons Wahlkampfteam beeinflusst zu haben. Das nährt auch die Sorge in Deutschland vor entsprechenden Attacken.

So fürchten 47 Prozent der Deutschen, dass Russland beispielsweise durch die Verbreitung von Falschinformationen oder gezielte Angriffe von Hackern in den Bundestagswahlkampf eingreifen könnte. 30 Prozent halten das hingegen für unwahrscheinlich.

Auch bei dieser Frage geht ein Riss durch Deutschland: Während jeder Zweite Westdeutsche Attacken fürchtet, sind es in Ostdeutschland nur 39 Prozent.

54 Prozent schauen pessimistisch russisch-europäisches Verhältnis

Deutlich zuversichtlicher schauen die deutschen auf die militärische Bedrohung durch die Territorialmacht. Drei von vier Deutschen (75 Prozent) halten es führ unwahrscheinlich, dass Putin nach Annektierung der Krim in den kommenden zwölf Monaten ein europäisches Lan angreifen könnte.

Dennoch zeigen sich die Deutschen pessimistisch bei der Frage, ob sich das Verhältnis zu Russland in diesem Jahr entspannen könnte. Mehr als jeder Zweite (54 Prozent) beantworten die Frage mit "Nein". Nur 28 Prozent halten ein besseres Verhältnis mit der Russland für wahrscheinlich.

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