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09/01/2017 17:39 CET | Aktualisiert 09/01/2017 17:43 CET

Leipziger Pegida-Ableger gibt auf

Legida am 9. Januar 2017
dpa
Legida am 9. Januar 2017

Nur etwa 350 bis 400 Teilnehmer fanden sich am Montagabend zu einer Demonstration von Legida, dem Leipziger Pegida-Ableger, zusammen. Doch nach zwei Jahren regelmäßiger fremdenfeindlicher und rechtspopulistischer Märsche durch die sächsische Großstadt könnte nun Schluss sein.

"Legida wird nicht mehr in dem Umfang wie bisher mobilisieren", erklärten die Organisatoren gegenüber der "LVZ.de". Stattdessen solle es nun Veranstaltungen im kleineren Rahmen geben.

Zwar sagte Legida-Chef Arndt Hohnstädter auf der Bühne, dass es ihm vor allem viel Kraft gekostet habe, die Protestmärsche zu organisieren. Vor allem dürfte aber das stark abnehmende Interesse zum Verzicht auf weitere Kundgebungen geführt haben - auch die Nähe zur Pegida-Hauptstadt Dresden dürfte Schuld daran sein. Zudem überstieg auch am Montag die Zahl der Gegendemonstranten deutlich die Teilnehmer des Legida-Marsches.

Zum einjährigen Geburtstag von Legida im Januar 2016 kam es zu massiven Ausschreitungen. Damals zogen etwa 250 Rechtsextreme und Hooligans durch Teile Leipzigs und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Soweit bekannt, kam es am Montag zu keinen schweren Zwischenfällen.

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