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07/01/2017 07:02 CET | Aktualisiert 07/01/2017 10:34 CET

"Diese verf***** Mauer": Mexikos Ex-Präsident keilt gegen Trump

Der ehemalige mexikanische Präsident Vicente Fox betonte auf Twitter, sein Land werde nicht für die Grenzmauer von Donald Trump zahlen
dpa
Der ehemalige mexikanische Präsident Vicente Fox betonte auf Twitter, sein Land werde nicht für die Grenzmauer von Donald Trump zahlen

  • Der ehemalige mexikanische Präsident Vicente Fox betonte auf Twitter, sein Land werde nicht für die Grenzmauer von Donald Trump zahlen

  • Der künftige US-Präsident hatte am Freitag bekräftigt, er werde das Nachbarland für die Baukosten der Mauer aufkommen lassen

Im absurden Streit zwischen dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump und Mexiko um eine Grenzmauer kommt eine weitere Episode hinzu.

Der ehemalige mexikanische Präsident Vicente Fox, der das Land von 2000 bis 2006 regierte, schrieb auf Twitter: "Trump, wann wirst du endlich verstehen, dass ich nicht für diese verf***** Mauer bezahlen werde. Sei ehrlich zu den US-Steuerzahlern. Sie werden dafür bezahlen."

"Mexiko wird alles Geld zurückzahlen"

Am Freitag hatte der künftige Präsident Donald Trump nochmals betont, er werde Mexiko für die Grenzmauer bezahlen lassen, die er errichten möchte. Zuvor hatten Medien berichtet, Trump sei von diesem Plan abgerückt.

In einem Tweet bekräftigte er daraufhin seine Absicht, Mexiko für die Baukosten zahlen zu lassen: "Die unehrlichen Medien haben nicht berichtet, dass alles Geld, was ausgegeben wird um die Mauer zu bauen, später von Mexiko zurückgezahlt wird."

Das wiederum provozierte die Reaktion aus Mexiko: In einem Tweet hatte Ex-Präsident Fox die Mauer bereits als "rassistisches Monument" bezeichnet, für das sein Land nicht bezahlen werde.

Die Grenzmauer könnte 25 Milliarden Dollar verschlingen

Trump will eine 2.000 Meilen lange Mauer von San Diego bis Brownsville am Golf von Mexiko errichten, um gegen illegale Einwanderer aus dem US-Nachbarstaat vorzugehen. Im Wahlkampf hatte er immer wieder angekündigt, das Nachbarland werde für die Baukosten aufkommen.

Trump schätzt, dass die Mauer zwischen zehn und zwölf Milliarden Dollar kosten wird. Die amerikanische Tageszeitung "Washington Post" rechnet dagegen damit, dass Trumps Projekt mindestens 25 Milliarden Dollar verschlingen könnte.

"Herr Trump, sind Sie der legitime Präsident?"

Fox schoss am Freitagabend (MEZ) noch einmal gegen Trump: "Herr Trump, der Geheimdienstbericht ist verheerend. Die Wahl mit mehr als 3 Millionen Stimmen verlieren und dazu noch das. Sind Sie der legitime Präsident?"

Er spielte damit darauf an, dass Trump bei der US-Wahl weniger stimmen als seine Konkurrentin Hillary Clinton erhalten hat. Am Freitag hatten die US-Geheimdienste außerdem bekannt gemacht, dass der russische Präsident Wladimir Putin selbst die Hacker-Angriffe auf die Demokraten und damit eine Beeinflussung des US-Wahlkampfes zu Gunsten von Trump angeordnet hatte.

Zwei Gründe für Fox, um Trump den legitimen Anspruch auf das Präsidentenamt abzusprechen.

Mexiko lehne "Angst und Drohungen" ab

Trump und Mexiko - die Keilereien um die Grenzmauer und anderen Forderungen des künftigen Präsidenten entwicklen sich langsam zu einem Dauerstreit. Trump hatte in der Vergangenheit die Autobauer Ford, General Motors und Toyota für ihre Fertigung in Mexiko attackiert.

Mehr zum Thema: Donald Trump: Die Welt glaubt, dass er verrückt ist - und das ist Teil seines Plans

Ford hat nun am Dienstag angekündigt auf ein neues Werk in Mexiko zu verzichten. Gründe für die Entscheidung gab das Unternehmen nicht an.

Ohne Trump ausdrücklich zu nennen, teilte das Wirtschaftsministerium Mexikos am Freitag mit, es lehne Versuche ab, Unternehmen durch "Angst und Drohungen" zu beeinflussen.

Mit Material der AP

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