POLITIK
07/01/2017 10:46 CET | Aktualisiert 07/01/2017 13:39 CET

"Kein Partner, sondern Gegner": Kritik am Islamverband Ditib nach Anti-Weihnachts-Propaganda

Eines der Plakate, die Ditib-Anhänger verbreiteten
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Eines der Plakate, die Ditib-Anhänger verbreiteten

Zum Jahreswechsel hatten befremdliche Bilder im Netz für Aufregung gesorgt. Bilder, mit denen Türken offenbar Stimmung gegen die christliche Kultur machen wollten.

"Propaganda des Religionsdachverbands Ditib, Silvester sei kein Feiertag für Muslime und durch Plakate auch im Netz, wie jemand einem Weihnachtsmann ins Gesicht schlägt, spalten gerade die Türken", berichtete CDU-Jungpolitiker Ahmed Agdas in der Huffington Post.

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion in Hamburg nimmt die aufgetauchten Bilder zum Anlass, ein Ende der Zusammenarbeit mit dem Islam-Dachverband Ditib zu fordern. Fraktionschef André Trepoll sagte am Freitag: "Wer unserer christlichen Kultur und unserer Lebensart in Deutschland in derart aggressiver Art begegnet, ist kein Partner, sondern ein Gegner unserer offenen Gesellschaft."

Ditib-Organisationen hatten in den sozialen Netzwerken unter anderem Bilder verbreitet, auf denen ein Mann auf den Weihnachtsmann einschlug. Daneben stand auf Türkisch: "Nein zu Silvester- und Weihnachtsferien".

Auch der Begriff "Kuffar", besonders unter Islamisten für "Ungläubige“ benutzt, soll laut "Hamburger Abendblatt" auf solchen Bildern zu finden sein.

Ditib ist die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion. Der bundesweite Dachverband ist ansässig in Köln. Er koordiniert die Tätigkeit der ihm unterstehenden türkischen Moscheengemeinden. Deutschlandweit sind das über 900.

Der Verband ist immer wieder in der Kritik: Zuletzt, weil Imame in Ditib-Moscheen in Deutschland für den türkischen Geheimdienst MIT spioniert haben sollen.

(ll)