POLITIK
06/01/2017 02:07 CET | Aktualisiert 06/01/2017 02:14 CET

US-Geheimdienste: So spielte Moskau Wikileaks die Demokraten-Mails zu

Julian Assange in der equadorianischen Botschaft in London
Peter Nicholls / Reuters
Julian Assange in der equadorianischen Botschaft in London

  • Nach Angaben von US-Geheimdiensten soll Russland einen Mittelsmann eingesetzt haben, um Wikileaks gehackte Mails der Demokraten zuzuspielen

  • In abgehörten Gesprächen sollen sich russische Offizielle gegenseitig zu der geglückten Aktion gratuliert haben

In der Affäre um die angeblich von russischen Hackern gestohlenen E-Mails von Politikern der Demokraten steht Aussage gegen Aussage.

Der "Wikileaks"-Gründer Julian Assange bestreitet heftig, dass er die E-Mails der amerikanischen Demokraten-Partei von russischen Quellen zugespielt bekommen habe.

"Ein geopolitischer Sieg für Moskau"

US-Präsident Barack Obama dagegen ist überzeugt, dass die Daten von Hackern stammen, die im Auftrag der Regierung in Moskau handelten. So sollen die Russen dem Moskau-freundlichen Kandidaten Donald Trump zum Wahlsieg verholfen haben.

Es könnte sein, dass beide recht haben. Denn nach Angaben von US-Geheimdiensten sollen die erhackten E-Mails Wikileaks über einen Mittelsmann zugespielt worden sein. Das berichtet der US-Sender CNN.

Die "Washington Post" berichtet unterdessen, dass US-Behörden in den Tagen nach der Wahl Gespräche abhören konnten, in denen der Sieg Donald Trumps bei der Wahl als "geopolitischer Sieg für Moskau" gefeiert wurde. Hochrangigen Offiziellen sollen gegenseitig Glückwünsche ausgetaucht und sich zu gratuliert haben. Ähnliches berichtet auch CNN.

"Die Russen fühlten sich ziemlich gut"

"Die Russen fühlten sich ziemlich gut bei dem, was am 8. November passiert und ist sie fühlten sich ziemlich gut bei dem, was sie getan haben", sagte ein Geheimdienst-Mitarbeiter der "Washington Post".

Der Nationale Geheimdienstdirektor James Clapper ließ sogar durchblicken, dass er Präsident Wladimir Putin persönlich für den Urheber der Attacken hält. Trump hatte beides angezweifelt. Er will sich im Laufe des Freitags mit Vertretern der Geheimdienste treffen.

Auf einen Kandidaten für Clappers Nachfolge soll er sich bereits festgelegt haben.

Mit Material der dpa

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