POLITIK
04/01/2017 05:15 CET | Aktualisiert 04/01/2017 05:16 CET

Wagenknecht legt gegen Merkel nach: "Kanzlerin hat Mitverantwortung für Berlin-Anschlag"

Reuters
Wagenknecht legt gegen Merkel nach: "Kanzlerin hat Mitverantwortung für Berlin-Anschlag"

Linken-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht hat schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel erhoben.

Dem "Stern" sagte Wagenknecht in Bezug auf den Terroranschlag auf den Berliner Breitscheidplatz im Dezember: "Es gibt eine Mitverantwortung, aber sie ist vielschichtiger."

Merkel habe die "unkontrollierte Grenzöffnung", eine "kaputtgesparte Polizei, die weder personell noch technisch so ausgestattet ist, wie es der Gefahrenlage angemessen ist" und eine "fatale Außenpolitik" zu verantworten.

Wagenknecht kritisierte im "Stern “die von Merkel unterstützten Ölkriege der USA und ihrer Verbündeten“.

Bereits in einem Interview mit der "Wirtschaftswoche" kurz nach Weihnachten hatte Wagenknecht der Bundeskanzlerin fatales Missmanagement vorgeworfen.

Damals sagte die Linken-Franktionsvorsitzende: "SPD und Grüne waren an der Zerstörung des Sozialstaates in Deutschland maßgeblich beteiligt und haben auch die Weichen für deutsche Kriegseinsätze gestellt, die letztlich den Terrorismus nur stark gemacht haben."

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Merkel würde gar die Demokratie gefährden, erklärte Wagenknecht. "Schaffen wir es, die Verhältnisse so zu ändern, dass die Menschen wieder spüren, in einer Demokratie zu leben, in der ihre Interessen im Mittelpunkt stehen? Wenn nicht, wird die Demokratie bald genauso Geschichte sein wie das vereinte Europa“, sagte Wagenknecht der Wirtschaftswoche.