LIFE
04/01/2017 10:21 CET

In Kombination mit Kaffee können diese Medikamente Schäden in eurem Körper anrichten

Ohne eine große Tasse Kaffee am Morgen kommen die meisten Deutschen nicht durch den Tag. Wir trinken im Durchschnitt pro Jahr etwa 150 Liter davon.

Dabei vergessen viele Kaffeeliebhaber schnell, dass sie auf das Getränk verzichten sollten, wenn sie bestimmte Medikamente einnehmen müssen. Denn das Koffein im Kaffee macht uns nicht nur wach – es kann auch die Wirkung von Arzneimitteln beeinflussen.

Schmerzmittel, Eisentabletten und Antibiotika

Kaffee verstärkt die Wirkung von Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Paracetamol – vor allem bei koffeinhaltigen Schmerzmitteln wie Thomapyrin kann es zu Herzflattern kommen, wenn man die Tabletten zeitnah mit koffeinhaltigen Getränken einnimmt.

Bestimmte Antibiotika verhindern dagegen den Abbau von Koffein im Körper. Wer Gyrasehemmer einnimmt, die bei Blasenentzündungen verschrieben werden, kann unter Schlafstörungen und Herzrasen leiden, wenn er diese mit Kaffee zu sich nimmt.

Auch Menschen mit Eisenmangel sollten auf Kaffee und Tee verzichten, denn sie machen Eisentabletten wirkungslos. Die Gerbstoffe in diesen Getränken führen dazu, dass der Körper Eisen ungenutzt wieder ausscheidet. Und Eisenmangel, der nicht behandelt wird, kann zu Herzerkrankungen und Diabetes führen.

Generelle Warnung bei koffeinhaltigen Getränken und Alkohol

Außerdem kann Kaffee die Wirkung von Neuroleptika verringern. Sie werden vor allem bei Psychosen und in der Schmerztherapie eingesetzt.

Auch Diabetiker müssen gut aufpassen, wenn sie bestimmte Arzneimittel wie Biguanid-Derivate oder Insuline, die den Blutzuckerspiegel senken sollen, einnehmen. Kaffeekonsum kann dazu führen, dass der Blutzucker gefährlich weit abfällt.

Greift also lieber zu einem anderen Getränk, wenn ihr diese Medikamente einnehmen müsst.

Frauen, die die Antibabypille nehmen, sollten außerdem bedenken, dass diese den Abbau von Koffein stark verlangsamt.

Der Bundesverband deutscher Internisten spricht auf seiner Webseite sogar eine generelle Warnung aus: "Arzneimittel sollten nicht zusammen mit größeren Mengen koffeinhaltiger Getränke oder Alkohol eingenommen werden.“

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(lk)