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03/01/2017 04:42 CET | Aktualisiert 03/01/2017 08:53 CET

"Volksverhetzung": Scharfe Kritik an WDR-Journalisten für Köln-Kommentar

Szenen aus der Silvesternacht in Köln
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Szenen aus der Silvesternacht in Köln

In Deutschland ist eine Debatte um den Polizeieinsatz an Silvester entbrannt.

Medien und Politiker stellen sich dabei fast einhellig hinter die Kölner Polizisten. Manche auch mit drastischer Wortwahl.

So kommentierte der Studioleiter des WDR-Hörfunks in Köln, Lothar Lenz, in Köln zur Silvesternacht (wir berichteten hier): "Da waren sie wieder, die gewaltgeilen Männerhorden – aber diesmal wartete zum Glück genug Polizei."

"Gewaltgeile Männerhorden"...

Die Kritik kam prompt. Am schärfsten wohl wiederum aus Köln. Der "Kölner Stadtanzeiger" kommentierte:

"Pegida mag vor dem Ende stehen, aber ihr Wortschatz scheint im Kölner WDR-Hörfunkstudio zu überleben. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat viele wichtige Aufgaben: Information des Publikums, Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung. Volksverhetzung gehört nicht dazu."

"Volksverhetzung"...

In Deutschland gibt es wohl kaum einen schwereren Vorwurf. Normalerweise zielt "Volksverhetzung" eher aus Springerstiefel-tragende Nazis und nicht aus seriöse Journalisten des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks.

Der Linken-Politiker Niema Movassat twitterte:

Lenz hat inzwischen eine neue Version seines Kommentars veröffentlicht. Dort fehlen die "gewaltgeilen Männerhorden".

(lp)