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03/01/2017 15:47 CET | Aktualisiert 04/01/2017 03:01 CET

Razzia in Berlin bei Kontaktmann von Anis Amri

dpa
Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri

Die Berliner Polizei hat am Dienstag die Unterkunft eines Kontaktmanns des Terror-Verdächtigen Anis Amri durchsucht. Amri soll den Lkw gelenkt haben, der am 19. Dezember in einen Berliner Weihnachtsmarkt raste und dabei 12 Menschen tötete, Dutzende weitere zum Teil schwer verletzte. Er war anschließend geflohen und einige Tage später in Italien von Polizisten zufällig aufgegriffen und nach einer Schießerei getötet wurden.

Nach wie vor ermittelt die Bundesanwaltschaft, ob Amri ein Unterstützernetzwerk hatte und mit wem er vor und nach dem Anschlag in Kontakt war.

Polizei untersucht, ob Amri ein Unterstützernetzwerk hatte

Die Durchsuchung fand in einem Flüchtlingsheim in Berlin statt. Es bestehe der Verdacht, dass der 26-jährige tunesische Staatsangehörige, der dort lebt, "von den Anschlagsplänen wusste und möglicherweise Anis Amri geholfen hat." Das erklärte der Generalbundesanwalt am Dienstag.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler kannte er Amri spätestens seit Ende 2015 und stand mit ihm bis zuletzt in Kontakt.

Ebenso wurde eine Wohnung in Berlin durchsucht. Dort soll sich ein früherer Mitbewohner Amris aufgehalten haben. Nach den bisherigen Erkenntnissen stand der Mann möglicherweise ebenfalls kurz vor oder nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt in Kontakt zum mutmaßlichen Attentäter.

(bp)