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03/01/2017 14:37 CET | Aktualisiert 03/01/2017 14:39 CET

Flüchtling will sich im Koffer in die EU schmuggeln - und erstickt fast

Zahlreiche Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen auf dem afrikanischen Kontinent bringen die Betroffenen auf immer waghalsigere Ideen, um nach Europa zu gelangen.

Die Verzweiflung brachte am vergangen Freitag eine junge Marokkanerin auf die Idee, einen 19-Jährigen aus Gabun in einem Koffer in die spanische Exklave Ceuta im Norden Afrikas zu schmuggeln.

Der in den Koffer gequetschte Flüchtling war bereits kurz vor dem ersticken, als er von Grenzschutzbeamten gefunden wurde. Der Gabuner musste daraufhin ärztlich behandelt werden.

Die spanischen Sicherheitskräfte waren auf die marokkanische Schmugglerin, die den Koffer mit ihrem Auto transportierte, aufmerksam geworden weil sie sich merkwürdig verhalten hatte. Sie sitzt nun im Gefängnis.

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Ein Foto zeigt den 19-Jährigen im Koffer, veröffentlicht wurde die Aufnahme von der spanischen Guardia Civil

Ceuta liegt auf dem kleinen Landzipfel auf der anderen Seite der Mittelmeerenge, gegenüber von Gibraltar. Die spanischen Behörden sind hier zu eisernen Verteidigern der "Festung Europa" geworden: Ein doppelter Grenzzaun sichert auf acht Kilometern Länge und sechs Metern Höhe die Grenze ab.

Erst in der Silvesternacht war die Befestigung von mehr als 1100 Migranten gestürmt worden, um die Grenze zwischen Marokko und Ceuta zu überwinden. Dabei wurden 50 marokanische und fünf spanische Grenzbeamte verletzt - keiner der Flüchtlinge schaffte es auf die andere Seite. Zwei verletzten sich beim Versuch den Zaun zu überwinden.

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(mf)