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03/01/2017 08:59 CET | Aktualisiert 03/01/2017 09:05 CET

"Bewundernswerte Haltung": So feiert die wichtigste britische Wirtschaftszeitung Angela Merkel

TOBIAS SCHWARZ via Getty Images
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel

Angela Merkel wird 2017 zur Anführerin der freiheitlichen, westlichen Welt.

Jedenfalls, wenn es nach der renommierten britischen "Financial Times" geht.

Die Wirtschaftszeitung kürte Kanzlerin Angela Merkel am Dienstag in einem Beitrag zur zukünftigen Anführerin der westlichen Welt. Ähnlich hatte sich die US-Zeitung "New York Times" kurz nach der Wahl Donald Trumps im November geäußert.

Deutschland könnte globale Führungsrolle übernehmen

Mit dem Einzug Donald Trumps ins Weiße Haus bleibe nur sie als einzig glaubhafte Alternative, um die Rolle des noch amtierenden US-Präsidenten Barack Obama zu übernehmen, argumentiert jetzt auch die "FT".

Die Zeitung sieht Merkel als die aktuell einflussreichste Person, wenn es darum geht, für "Demokratie, freien Handel und offene Gesellschaften" zu kämpfen. "Diese Aufgabe fällt ihr durch den Mangel an anderen plausiblen Kandidaten und durch die von ihr gezeigte bewundernswerte Haltung zu."

Merkel habe es abgelehnt, das politische Feld den Nationalisten zu überlassen, ob Donald Trump, Wladimir Putin oder dem ungarischen Premier Viktor Orban.

Merkel hatte ihre Rolle als letzte verbliebene Führerin der freien Welt zuletzt vehement als "grotesk und absurd" zurückgewiesen.

Laut "FT" hat sie aber keine Wahl.

Mit Merkel kommt auch Deutschland eine neue Rolle zu, argumentieren die Briten. In dem Beitrag heißt es: "Sieben Jahrzehnte nach der Zerstörung von Nazi-Deutschland ist Berlin in einer Position, um über eine globale Führungsrolle nachzudenken, wenn auch mit Vorsicht". Als Gründe, die eine Führungsrolle Deutschlands rechtfertigen, nennt die "FT" die Wirtschaftskraft und die bestimmende Position in der EU.

Außerdem hebt die "FT" den demokratischen Wandel nach 1945 hervor.

"Merkel hat unsere Werte gerettet"

Vor einigen Tagen hatte schon der französische Präsidentschaftsbewerber Emmanuel Macron Merkel und die deutsche Politik überschwänglich gelobt. Er sagte über die Reaktion Berlins in der Flüchtlingskrise:

"Kanzlerin Merkel und die ganze deutsche Gesellschaft waren auf der Höhe unserer gemeinsamen Werte. Sie haben unsere kollektive Würde gerettet, indem sie notleidende Flüchtlinge aufgenommen, untergebracht und ausgebildet haben.“

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