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02/01/2017 04:22 CET | Aktualisiert 02/01/2017 07:34 CET

Terroranschlag in Istanbul mit 39 Toten: IS übernimmt Verantwortung

Anadolu Agency via Getty Images
Angehörige der Opfer der Terrorattacke in Istanbul

Die Terrororganisation Islamischer Staat hat die Verantwortung für das Attentat auf den Istanbul Nachtclub "Reina" übernommen.

Das meldet die Nachrichtenagentur "Reuters". Ein „Soldat des Kalifats“ sei für die Tat verantwortlich, heißt es in einer am Montag im Internet verbreiteten Erklärung des IS. Zudem heißt in einem Tweet der Terrororganisation, laut dem TV-Sender "CNN":

"In der Reihe der heiligen Operationen, die der IS gegen die Türkei führt, hat ein mutiger Soldat einen der beliebtesten Nachtclubs angegriffen, während Christen ihren Urlaub feierten."

Es ist erst der zweite Anschlag in der Türkei zu dem sich der IS bekennt.

Unter den 39 Toten des Terrorangriffs auf eine Silvesterparty mit rund 800 Gästen in einem Club in der türkischen Metropole Istanbul sind mindestens 26 Ausländer. Unter ihnen soll sich auch ein 25-jähriger Deutscher befinden..

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete in der Nacht zu Montag unter Berufung auf Quellen im Justizministerium, zwölf der bislang 38 identifizierten Toten seien Türken gewesen.

Eines dieser zwölf türkischen Opfer habe zusätzlich die belgische Staatsbürgerschaft besessen.

Türkische Ermittler gehen derzeit laut türkischen Medienberichten davon aus, dass der Täter aus Usbekistan oder Kasachstan stammt.

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Täter immer noch auf der Flucht

Die meisten der getöteten Ausländer stammten aus arabischen Ländern, wie Anadolu meldete. Darunter seien alleine sieben Saudis gewesen, die nach Istanbul gereist waren, um Silvester zu feiern. Je drei Tote stammten aus dem Libanon und dem Irak, je zwei aus Tunesien, Marokko, Jordanien und Indien.

Jeweils ein Opfer sei aus Kuwait, Kanada, Israel, Syrien und Russland gewesen. Einer der 39 Toten sei bislang nicht identifiziert worden.

Bei dem Angriff waren nach dem Anadolu-Bericht außerdem mindestens 69 Menschen verletzt worden, darunter auch mehrere Ausländer. Ob auch Deutsche unter den Verletzten sind, ist laut Auswärtigem Amt nicht bekannt. Das Ministerium bemühe sich mit Hochdruck um Aufklärung und stehe dazu in engem Kontakt mit den türkischen Behörden, hieß es.

Der oder die Täter sind immer noch auf der Flucht.

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