LIFESTYLE
01/01/2017 08:05 CET | Aktualisiert 02/01/2017 12:18 CET

Fahrer belauscht Gespräch von Fahrgästen - und realisiert, dass ein Mädchen in großer Gefahr ist

Keith Avila aus dem US-Bundesstaat Kalifornien wird als Held gefeiert.

Der 34-Jährige hat ein 16-jähriges Mädchen vor der Zwangsprostitution gerettet, wie der amerikanische Fernsehsender "NBC" berichtet (auch im Video oben).

Avila arbeitet in Sacramento als Uber-Fahrer. Uber bietet über seine App Fahrdienste an und hat sich in den USA als Alternative zum Taxi etabliert. So stiegen letzten Montag zwei Frauen und ein Mädchen bei Avila ein, um zum nächsten Holiday Inn zu fahren.

Avila wurde klar: Das Mädchen sollte an einen Freier verkauft werden

Dem Fahrer fiel dabei auf, dass das Mädchen für sein junges Alter sehr aufreizend angezogen war. Avila wurde misstrauisch und belauschte das Gespräch der beiden Frauen.

Sie sprachen darüber, das Mädchen einem "John" übergeben und dafür Geld kassieren zu wollen, wie Avila "NBC" berichtete. Dem jungen Mann wurde klar, was sich gerade abspielte: Er fuhr gerade ein offensichtlich minderjähriges Mädchen in ein Hotel, wo die Frauen es an einen Freier verkaufen wollen. Er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen und fuhr die Frauen zum Holiday Inn. Nachdem sie ausgestiegen waren, rief er sofort die Polizei.

Die Polizisten stürmten daraufhin das Hotelzimmer und konnten das Mädchen in Sicherheit bringen und die beiden Frauen und den Freier festnehmen.

Die Polizei lobte sein Verhalten

Avila ist entsetzt: "Die ganze Zeit dachte ich, dass das Schlimmste, was mir als Fahrer passieren könnte, betrunkene Leute wären, die sich in mein Auto übergeben", sagte er.

Polizeisprecher Chris Tim lobte das vorbildliche Verhalten des Fahrers: "Er hätte einfach nichts tun und seinen Lohn einstreichen können. Dann wäre ein 16-jähriges Opfer immer wieder von verschiedenen Leuten missbraucht worden, über Tage, Wochen oder Monate."

Das Mädchen war, wie sich herausstellte, von zu Hause ausgerissen und befindet sich nun bei einer Pflegefamilie. Die beiden Frauen und der Freier müssen sich vor Gericht wegen Menschenhandel und versuchtem Sex mit einer Minderjährigen verantworten.

Er wollte wissen, warum seine Frau abends immer so müde ist – also spionierte er ihr nach

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(ben)