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30/12/2016 11:09 CET | Aktualisiert 30/12/2016 11:17 CET

Verfassungsschutzchef Maaßen verteidigt Behörden im Amri-Fall: "Kritik ist ungerechtfertigt"

dpa
Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen verteidigt die Behörden

Anis Amri war kein Unbekannter für die Behörden. Bevor er mutmaßlich einen Lkw in eine Menschenmenge auf dem Berliner Weihnachtsmarkt steuerte, war bekannt, dass er Anschläge plante. Behördenversagen auf ganzer Linie - wurde schnell geurteilt.

Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen verteidigt jetzt aber die Arbeit der Sicherheitsbehörden im Gemeinsamen Terrorismus-Abwehrzentrum (GTAZ) im Fall des mutmaßlichen Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri. "Die beteiligten Behörden werden sich alle Abläufe im Fall des mutmaßlichen Attentäters Amri selbstverständlich noch einmal anschauen", sagte Maaßen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Maaßen: "Pauschale Kritik ist ungerechtfertigt"

Aber: "Die pauschale Kritik, wie sie jetzt zum Teil öffentlich gegen die Sicherheitsbehörden oder gegen die Zusammenarbeit im GTAZ geäußert wird, halte ich für ungerechtfertigt." Maaßen betonte, dass es den Sicherheitsbehörden 2016 gelungen sei, sieben islamistisch motivierte Terroranschläge zu vereiteln beziehungsweise Anschlagspläne frühzeitig zu durchkreuzen.

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Der als sogenannter Gefährder eingestufte Amri war den Ermittlungen zufolge am 19. Dezember mit einem gekaperten Sattelzug in eine Menschenmenge auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gerast. Zwölf Menschen starben, rund 50 wurden verletzt.

Behörden hielten es für unwahrscheinlich, dass Amri einen Anschlag begeht

Nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR wurde im GTAZ in Berlin zwischen Februar und November 2016 mindestens sieben Mal über Amri gesprochen. Mindestens zwei Mal wurde demnach dort die Frage diskutiert, ob er einen konkreten Anschlag in Deutschland plane.

Beide Male sei dies als unwahrscheinlich eingestuft worden. Im GTAZ tauschen Sicherheitsbehörden aus Bund und Ländern Erkenntnisse aus, um islamistischen Terrorismus zu bekämpfen.

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