NACHRICHTEN
30/12/2016 12:50 CET

Bedrohte Kölnerin wählt Notruf - und wird von der Polizei bitter enttäuscht

Getty Images

Sie war allein und hatte Angst, als ein Betrunkener sie nachts in Brühl belästigte. Eine junge Kölnerin wollte mit dem letzten Zug nach Hause fahren, als sie von dem Fremden nicht nur beleidigt, sondern auch bedroht wurde. Das berichtete die Frau dem "Express".

Sie versuchte, ihn einzuschüchtern: "Ich griff zum Handy und wählte 110, das hat ihn abgeschreckt." Aber am anderen Ende der Leitung stieß sie auf Unverständnis für ihre Situation.

Der Beamte habe sie nicht ernst genommen

Eine junge Frau, die nachts von einem Mann bedroht wird? Offenbar für die Polizei kein Grund zum Eingreifen. Der Beamte habe sie nicht ernst genommen, sagte die Frau. Sie berichtete weiter: "Er fragte nur: Was wollen Sie denn jetzt? (...) Er brüllte mich sogar an – und dieser Typ stand fast daneben.“

So konnte der Betrunkene nicht nur zur Gefahr für die Frau, sondern auch für weitere Personen werden: Er sei in die gleiche Bahn gestiegen und habe dort weitere Fahrgäste belästigt. Das führte dann zu einem größeren Polizeieinsatz.

Die Polizei entschuldigte sich

Noch in der gleichen Nacht beschwerte sich die Frau deshalb bei der Leitstelle. Diese entschuldigte sich daraufhin telefonisch bei ihr für das Verhalten ihres Kollegen.

Die Frau erzählt über das Telefonat: "Er hat mir sogar einen Termin auf der Wache angeboten und direkt gesagt, ich solle unbedingt wieder 110 wählen, wenn eine Gefahr drohe."

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png