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30/12/2016 05:22 CET | Aktualisiert 30/12/2016 05:51 CET

DIW-Chef Marcel Fratzscher: Deutsche Wirtschaft profitiert von Flüchtlings-Ausgaben

dpa
Führende Ökonomen erwarten einen positiven Effekt Geflüchteter auf die deutsche Wirtschaft

  • Renommierte Ökonomen erwarten eine positive Auswirkung Geflüchteter auf die deutsche Wirtschaftsleistung

  • Staatliche Leistungen für Geflüchtete wirkten wie ein Konjunkturprogramm, erklärte DIW-Präsident Fratzscher den Effekt

  • Ifo-Chef Clemens Fuest wies zudem darauf hin, dass Geflüchtete auch den privaten Konsum steigen liessen

Die Milliardenausgaben für Flüchtlinge und deren eigener Konsum erhöhen nach Einschätzung von Ökonomen dauerhaft das Wirtschaftswachstum.

"Die staatlichen Ausgaben für Geflüchtete haben im Jahr 2016 das Wirtschaftswachstum um etwa 0,3 Prozent erhöht", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, der Zeitung "Rheinischen Post".

Positiver Effekt von Geflüchteten auf die Wirtschaft könnte bei 0,7 Prozent liegen

"Die staatlichen Leistungen für Geflüchtete wirken wie ein kleines Konjunkturprogramm, denn ultimativ kommen sie vor allem deutschen Unternehmen und Arbeitnehmern durch eine höhere Nachfrage zugute."

Der positive Effekt der Geflüchteten auf die Wirtschaftsleistung könne langfristig sogar bei 0,7 Prozent Wachstum pro Jahr liegen. Ifo-Chef Clemens Fuest wies darauf hin, dass die Geflüchteten auch den privaten Konsum steigen lassen. "Beides stimuliert die Binnenkonjunktur", sagte er.

Die staatlichen Mehrausgaben im Zusammenhang mit der hohen Flüchtlingsmigration lagen 2016 deutlich über 20 Milliarden Euro.

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