POLITIK
29/12/2016 02:29 CET | Aktualisiert 29/12/2016 03:55 CET

Umfrage nach dem Anschlag: So hat sich die Haltung der Deutschen zu Flüchtlingen verändert

Besucher an einer Gedenkstätte für die Opfer des Terroranschlags auf eine Weihnachtsmarkt
JOHN MACDOUGALL via Getty Images
Besucher an einer Gedenkstätte für die Opfer des Terroranschlags auf eine Weihnachtsmarkt

  • Nach dem Terroranschlag von Berlin wünschen sich mehr Deutsche eine Begrenzung der Zuwanderung

  • Politikern trauen sie beim Kampf gegen den Terror wenig zu

  • Das zeigt eine INSA-Umfrage

Der Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin hat die Einstellung der Deutschen zur Zuwanderung verändert. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Umfragen des INSA-Meinungsforschungsinstituts vor und nach dem Anschlag.

Demnach stieg die Zahl derer, die sich eine Obergrenze für Asylsuchende in Deutschland wünschen, von 62,7 auf 67 Prozent.

Vor dem Anschlag nannten knapp 59,3 Prozent der Befragten als größte Sorge einen islamistischen Anschlag. Nach dem Berliner Attentat bekannten 64,6 Prozent, sie hätten "Angst vor weiteren Terroranschlägen".

Mehrheit bezweifelt, dass Regierung Flüchtlingskrise unter Kontrolle hat.

Insgesamt zweifeln 59,5 Prozent der Deutschen, dass die Regierung die Flüchtlingskrise unter Kontrolle hat. Und gut die Hälfte der Befragten (51,5 Prozent) fürchtet, der Staat sei den Herausforderungen des kommenden Jahres nicht gewachsen.

Den Parteien trauen die Deutschen im Kampf gegen den Terror offenbar wenig zu. Nur knapp jeder Fünfte (19,7 Prozent) traut demnach der CDU zu, das Land vor weiteren Anschlägen zu schützen. Der SPD vertrauen dabei 7,9 Prozent, der AFD 10,7 Prozent.

Der größte Teil der Befragten erwartet jedoch von keiner Partei, dass sie ausreichenden Schutz vor Terroranschlägen gewähren kann: 28 Prozent.

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(mf)