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29/12/2016 08:53 CET | Aktualisiert 28/01/2017 06:25 CET

Russisches Militär: Keine Explosion an Bord der Tupolew

Dmitry Petrochenko/TASS/dpa
Laut den russischen Ermittlern soll es keinen Hinweis auf eine Explosion bei dem Tupolew-Absturz geben.

Das russische Verteidigungsministerium schließt eine Explosion als Ursache für den Absturz der Tupolew Tu-154 mit 92 Menschen über dem Schwarzen Meer aus.

Weder an den Opfern noch an den Wrackteilen seien Spuren von Sprengstoff gefunden worden. Das sagte der Leiter der militärischen Flugsicherheit, Sergej Bajnetow, am Donnerstag in Moskau.

Aber: Das schließe einen Anschlag nicht völlig aus, andere Ursachen seien jedoch wahrscheinlicher, sagte der Generalleutnant russischen Agenturen zufolge. Die weiteren Ermittlungen zur genauen Absturzursache sollen allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

"technische Ausnahmesituation" an Bord

Die Maschine war am Sonntag auf dem Flug nach Syrien vor der Küste von Sotschi abgestürzt. Alle 92 Menschen an Bord kamen ums Leben, darunter Dutzende Sänger des berühmten Alexandrow-Armeechores und mehrere Journalisten. Die Musiker sollten für russische Soldaten in Syrien ein Neujahrskonzert geben.

Kurz nach dem Start vom Flughafen Adler bei Sotschi sei es zu einer "technischen Ausnahmesituation" an Bord gekommen, sagte Transportminister Maxim Sokolow.

Äußerungen des Piloten deuten auf "besondere Lage" hin

Beide Flugschreiber der Tupolew wurden geborgen. Der Stimmenrekorder enthalte Äußerungen des Piloten, die auf eine "besondere Lage" hindeuteten, sagte Bajnetow, der die Kommission zur Untersuchung des Absturzes leitet.

Das Flugzeug sei 70 Sekunden nach dem Start aus einer Höhe von 250 Metern abgestürzt. Ersten Erkenntnissen aus der Auswertung des Flugdatenschreibers zufolge habe es aber kein offensichtliches technisches Versagen gegeben.

In Moskau soll am Donnerstagabend ein Gedenkkonzert für die Opfer stattfinden. Dabei wird Stardirigent Waleri Gergijew das Requiem von Giuseppe Verdi leiten. Er war Angang Mai mit seinem Orchester in einer Tupolew des Verteidigungsministeriums zu einem Konzert in die syrische Stadt Palmyra geflogen.

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